Risikomanagement

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Die Definition von Risikomanagement

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Risikomanagement bezeichnet ein zukunftsorientiertes Handeln – meist im Bereich von Unternehmen. Dabei soll vor allem der Fortbestand des Unternehmens gesichert werden. Weiters soll der Unternehmenswert gesteigert werden, wobei dies nicht durch Risikovermeidung, sondern durch eine risikoadjustierte Renditebetrachtung geschieht. Dies bedeutet, dass verkraftbare Risiken zur möglichen Steigerung des Unternehmenswertes eingegangen werden sollen (ähnlich wie Lotto spielen in Maßen – allerdings mit höherer Gewinnwahrscheinlichkeit).

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Betrachten wir das obig begonnene Beispiel eingehend: Natürlich ist der Kauf von Schokolade in einem Supermarkt an das Risiko gebunden, dass andere Märkte günstiger sein könnten. Allerdings ist durch das Angebot eine Steigerung des verbleibenden Geldes möglich. Auch der Fortbestand ist durch den Kauf gesichert. Die Schokolade kann also durchaus gekauft werden.

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Das Risikomanagement berücksichtigt zudem nicht nur einzelne Risiken, sondern ebenso das Gesamtrisiko eines Unternehmens. Dabei werden auch Korrelationen miteinbezogen, welche sich ergeben können. Meist wird Risikomanagement als Prozess dargestellt, welcher die Risikoidentifikation, die Risikobewertung, die Risikoüberwachung und die Risikodokumentation beinhaltet. Durch diesen Prozess können Risiken priorisiert sowie der Eigenkapitalbedarf oder etwaige die Liquiditätsreserven ermittelt und berechnet werden.

Risikomanagement als Prozess

Risikomanagementprozess, Risikomanagement
Risikomanagementprozess

Risikomanagement ist eine Disziplin sowie ein dynamischer Prozess um zukünftige negative Auswirkungen einerseits zu identifizieren und andererseits zu quantifizieren. Der Prozess des Risikomanagements besteht aus vier sich wiederholenden Abschnitten:

  1. Identifikation und Erfassung von Risiken
  2. Quantifizierung un Evaluation von Risiken
  3. Steuerung von Risiken
  4. Kontrolle

Risiko identifizieren

Risikoidentifikation
Risikoidentifikation

In Verbindung mit Risikomanagement stellt sich selbstverständlich die Frage, wie mit identifiziertem Risiko umgegangen werden soll. Hier gibt es Kategorien, in welchen die Entscheidungen grob eingeteilt werden können. Einerseits die Risikovermeidung. Diese versucht das Risiko vollständig abzuwehren, sodass allerdings auch keine Chancen entstehen. Die zweite Kategorie ist die Risikominderung. Dies geschieht im Falle von Banken durch zusätzliche Sicherheiten oder Bürgschaften (Sach- und Personensicherheiten). Auch die Akzeptanz des Risikos und das bewusste eingehen dessen ist eine mögliche Strategie. Hier sei allerdings gesagt, dass nur vollständig identifizierte und quantifizierte Risiken (Auswirkungen bekannt) eingegangen werden sollten. Weiters gibt es noch den Risikotransfer (etwa in Form einer Versicherung) sowie die Risikoabsorption.

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Die Steuerung von Risiken

Risiken können Chancen als auch Gefahren darstellen. Aufgrund der Möglichkeit der Chancen soll Risiko nie gänzlich ausgeschlossen werden. Risiko sollte aufgrund deshalb immer durch ein Risikomanagement gesteuert werden. Dabei stehen aktive als auch passive Risikosteuerungsmaßnahmen zur Auswahl. Bei den aktiven Steuerungsmaßnahmen wird die Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder Schadenshöhe beeinflusst, während dies bei passiven Risikosteuerungsmaßnamen nicht erfolgt. Zu den aktiven Risikosteuerungsmaßnahmen gehören die Risikovermeidung (nicht Durchführung), die Risikoverminderung(durch (zusätzliche) Sicherheiten) und die Risikodiversifikation (nicht korrelierender Risiken aufgespaltet). Bei den passiven Steuerungsmaßnahmen gibt es den Risikotransfer (Versicherungen), die Risikovorsorge(Berücksichtigung in der Bilanz (Rücklagen)) sowie schlussendlich die Risikofinanzierung (Verluste durch Eigenkapital finanziert).

Mit Risiken bewusst richtig umgehen

Wenn Risiken identifiziert und quantifiziert sind (gemessen) können diese angemessen gemanagt und gesteuert werden. Dadurch kann eine nachhaltige Gewinnerzielung mit vielen Chancen durch das bewusste eingehen von angemessenen und verkraftbaren Risiken gewährleistet werden. Durch das Risikomanagement ist zudem indirekt eine Unternehmenssteuerung gegeben. Beispielsweise werden zu riskanten Investitionen und damit auch Projekte nicht getätigt, wodurch das Unternehmen – deren Produkte sowie Innovationen usw. – gesteuert werden. Hier allerdings kommt es auf die Stärke und der Einflussgewichte zwischen Geschäftsführung, Kapitalgeber (etwa Aktionäre) und dem Risikomanagement an.

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Weshalb Risikomanagement?

Risikomanagement - Chance VS Risiko
Risikomanagement – Chance VS Risiko

Risiko kann nicht in einem Satz definiert werden – dazu ist Risiko einfach zu umfangreich. Risiken sind im allgemeinen Sprachgebrauch negativ behaftet, können jedoch auch Chancen bieten. Denke an einen Lotto Schein. Du gehst hier bewusst das verkraftbare Risiko ein, die Einsatzgebühr zu verspielen. Allerdings hast du durch das eingehen des Risikos auch eine Chance auf einen Gewinn. Meist ist jede Chance mit einem Risiko behaftet, welches bereits vorab eingesetzt wird. Dieser risikoreiche Einsatz kann Zeit, Geld (monetär), etc. sein. Wie bereits oben erwähnt ist es wichtig, Risiko zu identifizieren und zu quantifizieren um diese bewusst eingehen zu können. Bei einem Lottoschein ist der maximale Verlust als auch der Gewinn bekannt. Auch die Wahrscheinlichkeiten sind bereits der verschiedenen Zustände im Aktionsraum (Ergebnismatrix) sind bereits bekannt. Dadurch spricht man hier auch von einer Entscheidung unter Risiko – nicht jedoch von einer Entscheidung unter Unsicherheit.

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