Nachhaltigkeitsbericht mit GRI

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Nachhaltigkeit und nachhaltiges Handeln wird in der heutigen Gesellschaft immer wichtiger. Aus diesem Grund beschäftigen sich viele Firmen langsam aber doch mit dem Thema. Ein guter Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit ist die Veröffentlichung eines Nachhaltigkeitsbericht. In diesem Blogbeitrag geht es dabei um den Nachhaltigkeitsbericht mit GRI Richtlinien. Mehr über das Thema Nachhaltigkeit kannst du zudem im Post über CSR, Stakeholder und Nachhaltigkeit erfahren. 

Umfang und Themen der GRI

Bei den GRI Richtlinien gibt es Muss- und Kann-Kriterien. Muss Bedingungen sind dabei zwingend zu erfüllen, während Kann-Bedingungen auch als Guidelines dienen. 

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Die GRI befasst sich dabei mit

  • den allgemeinen Unternehmensdaten (ab GRI 100),
  • den ökonomischen Indikatoren (ab GRI 200),
  • den ökologischen Indikatoren (ab GRI 300),
  • sowie den sozialen Indikatoren (ab GRI 400). 

Allgemein

In diesem Abschnitt geht es um die allgemeinen Unternehmensdaten, welche oftmals in Abschlussberichten, Geschäftsberichten oder Jahresabschlüssen enthalten sind. Es geht um die Mitarbeiterzahlen, die Zusammensetzung, die Strategie und Mission der Firma, die Standorte und Größe und vieles mehr. Alles was unter dem „Informationsbereich“ der Firma gefunden werden kann und soll ist in diesem Abschnitt gut aufgehoben. 

Ökonomisch

Dieser Bereich kann in nachfolgende Unterpunkt unterteilt werden: 

  • Ökonomische Performance: Klimawandel, Pensionspläne, Zuschüsse von der Regierung 
  • Löhne und Gehälter: Einstiegsgehalt, etc. 
  • Managementansätze: Investitionen, Auswirkungen
  • Beschaffung: Beziehungen und Praktiken, Rückverfolgung
  • Korruption: Umgang, Geschenke, Bestechung, Interessenskonflikte 
  • Wettbewerbswidriges Verhalten: Kartelle, Absprachen

Ökologisch

Die Umweltstandards können grob in folgende Untergruppen eingeteilt werden: 

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  • Materialen: Herstellung und Verpackung
  • Energie: Konsum, Verringerung, erneuerbare Energien
  • Wasser: Grundwasser, Nutzung, Verschmutzung, Lifecycle 
  • Biodiversität: Schutz von Lebensräumen, Pflanzen, Tieren, Menschen, nachhaltige Landnutzung
  • Emissionen: direkte und indirekte Emissionen, Stickstoffoxide, Ozon schädigende Stoffe
  • Abwasser und Abfälle: Wasseraufbereitung, Wasserreinigung, gefährlicher Abfall
  • Umweltverträglichkeit: Einhaltung der Umweltgesetze 
  • Umwelt bezüglich der Lieferkette: Lieferanten prüfen, gemeinsam Handeln 

Sozial

Bei den sozialen Themen geht es Großteils um die Arbeitnehmer eines Unternehmens aber nicht ausschließlich. Folgende Themen werden in diesem Abschnitt behandelt: 

  • Beschäftigung: Einstellungen, Elternzeit, Benefits
  • Arbeit und Managementbeziehungen
  • Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz: Krankheiten, Unfälle
  • Training und Schulungen: Programme, Training, Fortbildung 
  • Vielfalt und Chancengleichheit: Gehalt zwischen Frauen und Männern, etc. 
  • Diskriminierungsfreiheit am Arbeitsplatz 
  • Vereinigungsfreiheit: Tarifverhandlungen
  • Kinderarbeit: über die gesamte Lieferkette
  • Zwangsarbeit: Umgang, Menschenrechte, Ausbeutung, Sklaverei
  • Sicherheitspraktiken: Sicherheitspersonal, Machtmissbrauch
  • Rechte indigener Völker: UN Deklaration, Recht auf Selbstbestimmung, Maßnahmen
  • Menschenrechtsbeurteilung: Schulungen, Überprüfung
  • Förderung von lokalen Gemeinschaften: Förderungsprogramme, Lehrlinge
  • Bewertung von Lieferanten: Audits, Supply Chain Management 
  • Politische Einflussnahme: Lobbying, Parteispende
  • Kundengesundheit und Sicherheit: geprüfte Produkte, Auswirkungen und Rückrufe
  • Vermarktung und Kennzeichnung: Werbung, Informationen, Trackingcodes
  • Schutz der Privatsphäre: Datenlecks, rechtliche Vorschriften, Datenschutz
  • Sozioökonomische Compliance: Busgelder, Code of Conduct 

Weshalb die GRI?

Die GRI ist dabei ein Tool sowie eine Hilfestelle, was ein Unternehmen oder eine Organisation in den Nachhaltigkeitsbericht aufnehmen muss/soll/darf/kann. Dabei müssen die Systemgrenzen selbst gewählt werden. Die GRI erfreut sich aufgrund der Auslegung auf Unternehmen als auch auf Organisationen großer Beliebtheit. 

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Nachteile der GRI

Nachhaltigkeitsbericht mit GRI

Genau diese große Stärke der GRI, also die Auslegung auf Unternehmen als auch Organisationen, ist zugleich die größte Schwäche. Die GRI Standards sind für viele Unternehmen einfach zu allgemein gehalten, sodass spezialisierte Standards her halten müssten. Zudem sind kleinere Unternehmen (allen voran aufgrund des Datenschutzes) nicht in der Lage die GRI Richtlinien umzusetzen. 

Weiters gibt die GRI keine Indikatoren zur Messbarkeit vor. Es gibt also weder Vergleichswerte noch Formeln zur Berechnung, wodurch das Feld der KPI wegfällt. Doch gerade dies würden viele Unternehmen aufgrund der Vergleichbarkeit begrüßen. 

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