Bukarest ist keine Stadt, die sich auf den ersten Blick vollständig erschließt. Zwischen monumentalen Prachtbauten, orthodoxen Kirchen, sozialistischen Wohnblöcken, begrünten Boulevards und lebhaften Ausgehvierteln liegen oft nur wenige Gehminuten. Genau diese Gegensätze machen die rumänische Hauptstadt zu einem interessanten Ziel für einen Städtetrip.
Zu den bekanntesten Bukarest-Sehenswürdigkeiten gehören der gewaltige Parlamentspalast, die Altstadt Lipscani, das Rumänische Athenäum, der Revolutionsplatz und die elegante Calea Victoriei. Dazu kommen historische Passagen, kleine Kirchen, weitläufige Parks und eine überraschend vielseitige Gastronomieszene.
Für einen ersten Besuch sind zwei bis drei volle Tage ideal. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten lassen sich auch an einem Tag verbinden, doch erst mit etwas mehr Zeit werden die unterschiedlichen Seiten der Stadt sichtbar.
Bukarest auf einen Blick
| Information | Angabe |
|---|---|
| Land | Rumänien |
| Funktion | Hauptstadt und größte Stadt des Landes |
| Rumänischer Name | București |
| Währung | Rumänischer Leu, Mehrzahl Lei |
| Währungscode | RON |
| Sprache | Rumänisch |
| Zeitzone | Osteuropäische Zeit |
| Internationaler Flughafen | Henri Coandă, Kürzel OTP |
| Empfohlene Aufenthaltsdauer | 2 bis 3 Tage |
| Beste Reisezeit | Frühling und früher Herbst |
| Wichtigste Viertel für Besucher | Altstadt, Universitate, Calea Victoriei, Piața Romană |
| Öffentlicher Verkehr | Metro, Bus, Straßenbahn und Oberleitungsbus |
Bukarest liegt im Süden Rumäniens in der Walachischen Tiefebene. Die Stadt befindet sich nicht unmittelbar an der bulgarischen Grenze, ist aber deutlich näher an Bulgarien als an den nördlichen Regionen Rumäniens.
Lohnt sich eine Reise nach Bukarest?
Bukarest lohnt sich besonders für Reisende, die historische Städte nicht nur wegen einer geschlossenen Altstadt besuchen. Die Hauptstadt ist architektonisch uneinheitlich, stellenweise laut und vom Autoverkehr geprägt. Gleichzeitig besitzt sie prachtvolle Gebäude aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert, spannende Zeugnisse der kommunistischen Epoche und viele Orte, die sich erst beim genaueren Hinsehen erschließen.
Die Stadt eignet sich vor allem für:
- einen preislich meist moderaten Wochenendtrip,
- Architektur- und Geschichtsinteressierte,
- Besucher mit Interesse an Rumänien und Südosteuropa,
- Reisende, die Cafés, Bars und lebhafte Innenstädte mögen,
- einen Zwischenstopp vor einer Rundreise durch Rumänien.
Bukarest ist weniger kompakt als Prag, Bratislava oder die Wiener Innenstadt. Viele zentrale Sehenswürdigkeiten liegen dennoch entlang einer gut begehbaren Achse zwischen dem Parlamentspalast, der Altstadt, der Calea Victoriei und dem Revolutionsplatz.
Rumänien

Rumänien, Heimat von Graf Drakula, ist immer einen Besuch wert. Neben der sehenswerten Hauptstadt Bukarest, sind auch die Schlösser in Transylvanien einen Ausflug wert. Hier kann dem städtischen Treiben entflohen werden und Legenden und Schätzen entdeckt werden. Andere zieht es in Richtung Osten an das Delta der Donau zum Schwarzen Meer. Das Delta und große Feuchtgebiet wartet mit einer ruhigen Atmosphäre und einer Vielzahl an Tieren.
Dieser Artikel handelt Großteil um die Hauptstadt von Rumänien – Bukarest. Die Stadt kann das ganze Jahr über besucht werden, am schönsten ist es allerdings im Spätfrühling beziehungsweise Sommer. Andererseits kann es im Sommer durchaus sehr heiß werden. Im Winter oder Herbst empfiehlt sich für den Besuch eine Jacke sowie wärmere Kleidung.Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Bukarest
1. Parlamentspalast

Der Parlamentspalast, auf Rumänisch Palatul Parlamentului, ist das bekannteste Bauwerk Bukarests. Der monumentale Komplex wurde während der Herrschaft Nicolae Ceaușescus errichtet und sollte die Macht des Regimes sichtbar machen.
Seine Dimensionen lassen sich von außen nur schwer erfassen. Hinter der breiten Fassade befinden sich gewaltige Säle, lange Korridore, Treppenanlagen, Kronleuchter und repräsentative Räume. Verwendet wurden große Mengen rumänischer Materialien, darunter Marmor, Holz, Teppiche und Kristall.
Eine Innenbesichtigung ist nur im Rahmen einer Führung möglich. Für Einzelpersonen und kleine Gruppen ist nach den derzeitigen offiziellen Bestimmungen eine telefonische Reservierung am Vortag vorgesehen. Besucher benötigen einen gültigen Personalausweis oder Reisepass im physischen Original. Ein Führerschein wird nicht als Identitätsnachweis akzeptiert. Vor dem Rundgang erfolgt eine Sicherheitskontrolle. Der offizielle Standardtarif für Erwachsene beträgt derzeit 85 Lei; Öffnungszeiten und Preise sollten vor der Reise nochmals kontrolliert werden.
Plane für den gesamten Besuch einschließlich Anmeldung und Sicherheitskontrolle etwa eineinhalb bis zwei Stunden ein. Der Besuchereingang befindet sich an der Strada Izvor und nicht direkt an der großen Hauptfassade.
2. Altstadt Lipscani
Die Altstadt von Bukarest wird häufig nach ihrer bekanntesten Straße als Lipscani-Viertel bezeichnet. Das Gebiet liegt zwischen Piața Unirii, Universität und Calea Victoriei.
Tagsüber prägen historische Fassaden, kleine Kirchen, Buchhandlungen und Restaurants das Viertel. Am Abend verwandeln sich viele Straßen in ein großes Ausgehgebiet mit Bars, Musik und dicht besetzten Gastgärten.
Die Altstadt ist stärker touristisch geprägt als andere Teile Bukarests. Trotzdem gehört sie zu einem ersten Rundgang durch die Stadt. Besonders sehenswert sind die Stavropoleos-Kirche, die Ruinen des Alten Fürstenhofs, die Straße Strada Franceză und die Umgebung der Nationalbank.
Wer ruhig schlafen möchte, sollte sein Hotel nicht unmittelbar über einer Bar in der Altstadt buchen.
3. Stavropoleos-Kirche
Die kleine Stavropoleos-Kirche gehört zu den schönsten historischen Sakralbauten im Zentrum. Zwischen Restaurants und dicht bebauten Altstadtgassen wirkt sie beinahe versteckt.
Die Kirche ist für ihre reich verzierte Fassade, den kleinen Innenhof, Steinreliefs und orthodoxen Fresken bekannt. Im Vergleich zum Parlamentspalast ist sie winzig, vermittelt aber einen wesentlich intimeren Eindruck von der religiösen und kulturellen Geschichte der Stadt.
Während eines Gottesdienstes ist besondere Rücksicht erforderlich. Schultern und Knie sollten bedeckt sein, Gespräche und Fotografieren sind auf ein Minimum zu reduzieren.
4. Alter Fürstenhof und Vlad Țepeș
Im Herzen der Altstadt liegen die Überreste des Alten Fürstenhofs, auf Rumänisch Curtea Veche. Die Anlage wird mit dem walachischen Fürsten Vlad III. Țepeș verbunden, der außerhalb Rumäniens häufig als historische Vorlage für Dracula-Erzählungen dargestellt wird.
Der Ort markiert einen wichtigen Punkt in der frühen Geschichte Bukarests. Hier befinden sich archäologische Überreste der früheren Residenz sowie eine Statue von Vlad Țepeș. Das Gelände erinnert daran, dass Bukarest bereits lange vor den großen Boulevards und kommunistischen Monumentalbauten ein politisches Zentrum war.
5. Calea Victoriei
Die Calea Victoriei ist eine der wichtigsten Straßen Bukarests. Sie verbindet mehrere bedeutende Sehenswürdigkeiten und eignet sich hervorragend für einen längeren Stadtspaziergang.
Entlang der Straße liegen unter anderem:
- der CEC-Palast,
- das Nationale Geschichtsmuseum,
- das frühere königliche Palais,
- das Nationale Kunstmuseum,
- der Revolutionsplatz,
- das Rumänische Athenäum,
- historische Hotels und Stadtpalais.
Architektonisch wechseln sich Belle-Époque-Fassaden, neoklassizistische Gebäude, moderne Bauten und Spuren der sozialistischen Stadtplanung ab. Dieser Kontrast ist für Bukarest charakteristisch.
Für den Abschnitt zwischen Altstadt und Athenäum solltest du ohne längere Besichtigungen ungefähr 30 bis 45 Minuten einplanen.
6. CEC-Palast

Der Palatul CEC steht gegenüber dem Nationalen Geschichtsmuseum und gehört zu den auffälligsten Gebäuden an der Calea Victoriei. Besonders markant sind die große Glaskuppel, die reich verzierte Fassade und der monumentale Eingangsbereich.
Das Gebäude wird weiterhin von der rumänischen CEC Bank genutzt und ist normalerweise nicht wie ein klassisches Museum frei zugänglich. Die Außenansicht gehört dennoch zu den besten Fotomotiven im Zentrum.
Von der Strada Stavropoleos und den benachbarten Altstadtgassen ergeben sich besonders interessante Perspektiven auf die Kuppel.
7. Macca-Villacrosse-Passage
Die überdachte Pasajul Macca-Villacrosse verbindet mehrere Straßen nahe der Calea Victoriei. Ihre gelblich getönte Glasüberdachung und die geschwungene Form erinnern an historische Einkaufspassagen in Westeuropa.
Heute befinden sich in der Passage vor allem Cafés, Bars und kleinere Lokale. Der Ort ist rasch besichtigt und lässt sich gut mit dem CEC-Palast, der Altstadt und dem Nationalen Geschichtsmuseum verbinden.
Am Vormittag ist die Passage meist ruhiger. Abends herrscht eine deutlich lebhaftere Atmosphäre.
8. Rumänisches Athenäum
Das Ateneul Român ist eines der elegantesten Bauwerke Bukarests. Das kreisförmige Konzerthaus mit seiner Kuppel, dem Säulenportal und dem vorgelagerten Garten gilt als kulturelles Wahrzeichen Rumäniens.
Das Athenäum ist eng mit der Geschichte der klassischen Musik des Landes verbunden. Hier finden Konzerte der George-Enescu-Philharmonie und Veranstaltungen des internationalen George-Enescu-Festivals statt.
Der Innenraum ist wegen seiner Kuppel, der Wandmalereien und des reich ausgestatteten Konzertsaals besonders sehenswert. Der zuverlässigste Zugang ergibt sich über eine Konzertkarte oder eine offiziell angebotene Besichtigung.
9. Revolutionsplatz
Der Piața Revoluției ist einer der geschichtlich bedeutendsten Plätze der Stadt. Im Dezember 1989 fanden hier zentrale Ereignisse der rumänischen Revolution statt, die zum Ende des Ceaușescu-Regimes führten.
Am Platz liegen mehrere wichtige Gebäude:
- das frühere königliche Palais,
- das Nationale Kunstmuseum,
- die Universitätsbibliothek,
- das frühere Gebäude des Zentralkomitees,
- die Kretzulescu-Kirche,
- das Denkmal der Wiedergeburt.
Der Platz wirkt heute weitläufig und verkehrsreich. Seine Bedeutung erschließt sich besser, wenn man sich vor dem Besuch kurz mit den Ereignissen des Jahres 1989 beschäftigt.
10. Nationales Kunstmuseum Rumäniens
Das Muzeul Național de Artă al României befindet sich im ehemaligen Königspalast am Revolutionsplatz. Die Sammlungen umfassen rumänische mittelalterliche und moderne Kunst sowie Werke europäischer Künstler.
Das Museum eignet sich besonders für einen Regentag oder für Reisende, die sich ausführlicher mit der rumänischen Kultur beschäftigen möchten. Für einen vollständigen Rundgang sind mehrere Stunden erforderlich.
Wer nur wenig Zeit hat, sollte sich vorab für einen Sammlungsschwerpunkt entscheiden.
11. Cărturești Carusel
Die Buchhandlung Cărturești Carusel befindet sich in einem restaurierten historischen Gebäude in der Altstadt. Weiße Galerien, geschwungene Treppen und ein offener Innenraum machen sie zu einem beliebten Fotomotiv.
Die Buchhandlung verkauft neben Büchern auch Designartikel, Souvenirs und Geschenkideen. Viele Titel sind auf Rumänisch, es gibt jedoch auch fremdsprachige Literatur.
Der Ort ist kein klassisches historisches Wahrzeichen. Als kurzer Zwischenstopp während eines Altstadtrundgangs ist er dennoch sehenswert.
12. Patriarchalkathedrale
Die Patriarchalkathedrale steht auf dem Dealul Mitropoliei, dem Metropolitenhügel südlich der Piața Unirii. Sie ist ein wichtiges Zentrum der rumänisch-orthodoxen Kirche.
Der Aufstieg führt aus dem dichten Verkehr der Innenstadt in einen ruhigeren, abgeschlossenen Bereich. Im Inneren erwarten Besucher Ikonen, Wandmalereien, vergoldete Elemente und ein stark religiös geprägter Raum.
Sonntage und wichtige orthodoxe Feiertage sind häufig stark besucht. Für eine ruhige Besichtigung eignen sich gewöhnliche Werktage besser.
13. Triumphbogen
Der Arcul de Triumf liegt im nördlichen Teil Bukarests. Seine heutige Form erinnert deutlich an den Pariser Arc de Triomphe.
Der Triumphbogen befindet sich an einer stark befahrenen Straßenkreuzung zwischen Kiseleff-Boulevard und König-Mihai-I.-Park. Er lässt sich daher besonders gut mit dem Dorfmuseum und dem Park verbinden.
Rund um den rumänischen Nationalfeiertag am 1. Dezember finden in diesem Bereich militärische Zeremonien und Paraden statt.
14. König-Mihai-I.-Park
Der frühere Herăstrău-Park trägt offiziell den Namen Parcul Regele Mihai I al României. Er umgibt einen großen See im Norden Bukarests und gehört zu den wichtigsten Erholungsgebieten der Stadt.
Breite Wege, Grünflächen, Restaurants, Bootsangebote und schattige Bereiche machen den Park zu einem guten Ausgleich zum dichten Zentrum. Für einen vollständigen Rundgang um den See ist deutlich mehr Zeit erforderlich, als die Karte zunächst vermuten lässt.
Der Park ist besonders an warmen Nachmittagen und Wochenenden beliebt.
15. Nationales Dorfmuseum Dimitrie Gusti
Direkt am König-Mihai-I.-Park befindet sich das Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti“. Das Freilichtmuseum zeigt traditionelle Häuser, Holzkirchen, Bauernhöfe, Werkstätten und andere Gebäude aus unterschiedlichen Regionen Rumäniens.
Die Bauwerke wurden an ihren ursprünglichen Standorten abgetragen und im Museum wieder aufgebaut. Dadurch vermittelt das Gelände einen kompakten Überblick über regionale Architektur und frühere ländliche Lebensweisen.
Für das Dorfmuseum solltest du mindestens zwei Stunden einplanen. Das Gelände liegt an der Șoseaua Kiseleff im nördlichen Stadtgebiet.
16. Frühlingspalast
Der Palatul Primăverii, auch als Ceaușescu-Haus bekannt, war die private Residenz von Nicolae und Elena Ceaușescu.
Im Gegensatz zum offiziellen Parlamentspalast zeigt der Frühlingspalast die private Lebenswelt der früheren Diktatoren. Zu sehen sind aufwendig eingerichtete Wohnräume, Kunstgegenstände, Mosaike, ein Wintergarten und weitere repräsentative Bereiche.
Das Gebäude wurde ab Mitte der 1960er-Jahre errichtet und später erweitert. Besichtigungen werden normalerweise als geführte Rundgänge angeboten.
Der Palast liegt im ruhigen und wohlhabenden Viertel Primăverii. Eine Kombination mit dem Triumphbogen, dem Dorfmuseum und dem König-Mihai-I.-Park ist sinnvoll.
17. Cișmigiu-Park
Der Grădina Cișmigiu liegt westlich der Altstadt und zählt zu den ältesten öffentlichen Gartenanlagen Bukarests. Der Park bietet schattige Wege, einen See, Sitzbänke und kleinere Gastronomieangebote.
Cișmigiu eignet sich gut für eine Pause zwischen dem Parlamentspalast, der Altstadt und der Calea Victoriei. Der Park ist nicht so groß wie der König-Mihai-I.-Park, dafür wesentlich zentraler gelegen.
18. Obor-Markt
Der Piața Obor zeigt eine alltagsnähere Seite Bukarests. In und um die Markthallen werden Obst, Gemüse, Fleisch, Käse, Backwaren, Gewürze und Haushaltswaren verkauft.
Der Markt ist auch für einfache Imbissstände bekannt. Besonders beliebt sind frisch gegrillte Mici, kleine Hackfleischröllchen, die meist mit Senf und Brot serviert werden.
Obor liegt außerhalb des klassischen touristischen Zentrums, ist mit der Metro jedoch gut erreichbar.
Anreise nach Bukarest
Mit dem Flugzeug

Der wichtigste Flughafen ist der Aeroportul Internațional Henri Coandă București mit dem Flughafencode OTP. Er liegt nördlich von Bukarest bei Otopeni.
Aus Österreich und Deutschland bestehen je nach Abflugort Direktverbindungen oder Umsteigeverbindungen. Die Flugzeit aus Mitteleuropa beträgt meist ungefähr eineinhalb bis zweieinhalb Stunden.
Vom Flughafen Bukarest in die Innenstadt
Flughafenbahn
Die Bahn verbindet den Flughafen direkt mit dem Bahnhof Gara de Nord. Die Züge verkehren nach Angaben des Flughafenbetreibers rund um die Uhr im Abstand von ungefähr 40 Minuten. Die reine Fahrzeit beträgt etwa 20 Minuten.
Gara de Nord liegt nicht direkt in der Altstadt. Von dort geht es mit der Metro, einem Stadtbus oder einem Fahrdienst weiter zum Hotel.
Der Zug ist besonders sinnvoll, wenn:
- das Hotel nahe einer Metrostation liegt,
- du Staus vermeiden möchtest,
- du in der Nähe von Gara de Nord übernachtest,
- dein Weiterreisezug ebenfalls am Hauptbahnhof abfährt.
Flughafenbus 100
Die Buslinie 100 verbindet den Flughafen mit dem Zentrum. Die Busse fahren tagsüber ungefähr alle 15 Minuten und nachts ungefähr alle 30 Minuten. Eine 90 Minuten gültige Fahrt im oberirdischen Stadtverkehr kostet derzeit 3 Lei. Bezahlt werden kann unter anderem mit einer Fahrkarte oder kontaktloser Bankkarte am Validator.
Der Bus ist praktisch, wenn dein Hotel nahe Piața Victoriei, Universitate oder Piața Unirii liegt. Während der Hauptverkehrszeit kann die Fahrt wegen des dichten Straßenverkehrs deutlich länger dauern als mit der Bahn.
Taxi und Fahrdienst
Offizielle Taxis sowie Fahrdienste wie Bolt oder Uber sind verfügbar. Nutze ausschließlich Fahrzeuge, bei denen Preis, Kennzeichen und Fahrer eindeutig angezeigt werden. Unaufgeforderte Angebote in der Ankunftshalle oder nicht gekennzeichnete Fahrzeuge solltest du ablehnen.
Mit dem Zug
Internationale Bahnreisen nach Bukarest sind möglich, dauern aus Mitteleuropa jedoch meist deutlich länger als ein Flug. Der Hauptbahnhof Gara de Nord ist das wichtigste Bahnzentrum der Stadt.
Von hier verkehren außerdem Züge in andere rumänische Städte, beispielsweise nach Brașov, Sinaia, Constanța oder Cluj-Napoca.
Mit dem Auto
Eine Anreise mit dem Auto bietet sich vor allem im Rahmen einer längeren Rumänien-Rundreise an. Innerhalb Bukarests ist ein Fahrzeug dagegen häufig unpraktisch. Staus, unübersichtliche Fahrspuren, dichter Verkehr und begrenzte Parkmöglichkeiten erschweren die Fortbewegung.
Für einen reinen Städtetrip sind Metro, Fußwege und Fahrdienste meist die bessere Kombination.
Öffentlicher Verkehr in Bukarest
Bukarest besitzt ein dichtes Netz aus Metro, Bussen, Straßenbahnen und Oberleitungsbussen. Für Besucher ist die Metro meist das schnellste Verkehrsmittel.
Derzeit sind fünf Metrolinien in Betrieb:
| Linie | Wichtige Bereiche |
|---|---|
| M1 | Gara de Nord, Piața Victoriei, Obor, Dristor |
| M2 | Pipera, Piața Victoriei, Universitate, Piața Unirii |
| M3 | Westliche Stadtteile, Eroilor, Piața Unirii |
| M4 | Gara de Nord und nordwestliche Stadtteile |
| M5 | Drumul Taberei und Eroilor |
Die geplante beziehungsweise im Bau befindliche Linie M6 soll künftig den Flughafen an das Metronetz anbinden. Sie ist noch nicht als reguläre Flughafenverbindung in Betrieb.
Aktuelle Ticketpreise der Metro
Nach dem aktuellen offiziellen Tarif kostet eine einzelne Metrofahrt 5 Lei. Eine reine Metro-Tageskarte für 24 Stunden kostet 12 Lei. Kombinierte Tickets für Metro und oberirdischen Stadtverkehr sind ebenfalls erhältlich; ein 24-Stunden-Kombiticket kostet derzeit 18 Lei.
Preise können sich ändern. Prüfe sie vor der Reise erneut am Automaten oder auf den Seiten der Verkehrsbetriebe.
Wichtige Metrostationen für Besucher
Piața Unirii liegt nahe der Altstadt und ist ein großer Umsteigepunkt.
Universitate eignet sich für die nördliche Altstadt und den Universitätsplatz.
Piața Victoriei ist wichtig für den nördlichen Teil der Calea Victoriei.
Aviatorilor liegt nahe dem König-Mihai-I.-Park und dem Frühlingspalast.
Gara de Nord erschließt den Hauptbahnhof und die Flughafenbahn.
Die besten Viertel zum Übernachten
Altstadt Lipscani
Die Altstadt ist ideal für Restaurants, Bars und kurze Wege zu vielen Sehenswürdigkeiten. Nachteilig sind Lärm, Partys und eine touristisch geprägte Gastronomie.
Geeignet für: Nachtleben und einen kurzen Wochenendtrip.
Universitate
Der Bereich rund um den Universitätsplatz liegt zentral, ist gut an die Metro angebunden und meist etwas ruhiger als die eigentliche Altstadt.
Geeignet für: Erstbesucher und eine ausgewogene Lage.
Calea Victoriei und Piața Romană
Diese Gegend verbindet elegante Architektur, Cafés, Museen und gute Verkehrsanbindungen. Viele wichtige Sehenswürdigkeiten sind zu Fuß erreichbar.
Geeignet für: Kultur, Stadtspaziergänge und komfortable Hotels.
Piața Unirii
Piața Unirii ist ein großer Verkehrsknoten nahe Altstadt, Patriarchalkathedrale und Parlamentspalast. Der Platz selbst ist stark vom Verkehr geprägt.
Geeignet für: praktische Metroverbindungen und kurze Wege.
Dorobanți, Primăverii und Floreasca
Die nördlichen Viertel wirken ruhiger, moderner und teilweise deutlich gehobener. Zur Altstadt ist regelmäßig eine Metro- oder Taxifahrt erforderlich.
Geeignet für: längere Aufenthalte, Ruhe und Restaurants abseits der touristischen Altstadt.
Bukarest an einem Tag
Bei nur einem Tag sollte die Route kompakt bleiben. Beginne am Parlamentspalast und gehe anschließend zur Patriarchalkathedrale. Danach führt der Weg über Piața Unirii in die Altstadt.
Besichtige dort den Alten Fürstenhof, die Stavropoleos-Kirche und die Buchhandlung Cărturești Carusel. Anschließend gehst du am CEC-Palast vorbei durch die Macca-Villacrosse-Passage zur Calea Victoriei.
Der letzte Abschnitt führt über den Revolutionsplatz zum Rumänischen Athenäum. Am Abend kannst du zum Essen in die Altstadt oder in ein weniger touristisches Viertel fahren.
Eine ausführlichere Route sollte intern mit dem bestehenden Beitrag „Bukarest in 24 Stunden – 1 Tag in Bukarest“ verlinkt werden.
Bukarest in zwei Tagen
Tag 1: Historisches Zentrum
Beginne in der Altstadt und besichtige Stavropoleos, Curtea Veche, Cărturești Carusel und den CEC-Palast. Laufe danach über die Calea Victoriei zum Revolutionsplatz und zum Athenäum.
Am späten Nachmittag bietet sich der Cișmigiu-Park an. Den Abend verbringst du in der Altstadt oder rund um Piața Amzei.
Tag 2: Parlamentspalast und Norden
Reserviere am Vormittag eine Führung durch den Parlamentspalast. Danach kannst du die Patriarchalkathedrale besichtigen.
Fahre am Nachmittag mit der Metro nach Aviatorilor. Dort lassen sich Triumphbogen, König-Mihai-I.-Park, Dorfmuseum und Frühlingspalast miteinander kombinieren. Für alle vier Ziele ist der Nachmittag knapp; wähle daher je nach Interesse zwei oder drei davon aus.
Bukarest in drei Tagen
Am dritten Tag bleibt Zeit für Orte außerhalb der klassischen Standardroute. Geeignet sind:
- das Nationale Kunstmuseum,
- der Obor-Markt,
- das kommunistische Wohnviertel rund um den Boulevard Unirii,
- ein ausführlicher Museumsbesuch,
- Cafés und Architektur in Cotroceni,
- ein Ausflug nach Mogoșoaia,
- die Therme București nördlich des Flughafens.
Für eine dreitägige Reise entsteht so eine gute Mischung aus historischen Sehenswürdigkeiten, jüngerer Geschichte, Stadtvierteln und Erholung.
Essen in Bukarest

Die rumänische Küche ist kräftig, herzhaft und von verschiedenen Regionen und Nachbarländern beeinflusst.
Mici
Mici sind gegrillte Hackfleischröllchen, die meist mit Senf und Brot serviert werden. Sie gehören zu den bekanntesten schnellen Gerichten Rumäniens.
Sarmale
Sarmale bestehen meist aus Kohl- oder Weinblättern, die mit gewürztem Fleisch und Reis gefüllt werden. Häufig werden sie mit Sauerrahm und Mămăligă serviert.
Mămăligă
Mămăligă ist ein fester oder cremiger Maisbrei. Er dient als Beilage zu Fleisch, Käse, Sauerrahm oder Eintöpfen.
Ciorbă
Ciorbă bezeichnet verschiedene säuerliche Suppen. Varianten gibt es mit Gemüse, Fleisch, Bohnen oder Kutteln.
Papanăși
Papanăși sind ein beliebtes Dessert aus frittiertem oder gekochtem Quarkteig. Sie werden meist mit Sauerrahm und Fruchtkonfitüre serviert.
Zacuscă
Zacuscă ist ein Gemüseaufstrich, häufig aus Paprika und Auberginen. Er wird meist kalt mit Brot gegessen.
In der Altstadt findest du eine große Auswahl an Restaurants, zahlst aber häufig mehr als in Wohnvierteln. Für traditionelles Essen sind auch Lokale rund um Piața Amzei, Obor oder in den nördlichen Vierteln interessant.
Einkaufen in Bukarest
Für internationale Marken und große Einkaufszentren eignen sich unter anderem AFI Cotroceni, ParkLake und Băneasa Shopping City.
Individuellere Geschäfte, Buchhandlungen und Designprodukte findest du entlang der Calea Victoriei, rund um Piața Amzei und in einzelnen Straßen der Altstadt.
Als typische Mitbringsel eignen sich:
- rumänischer Wein,
- Pflaumenschnaps oder andere regionale Spirituosen,
- Honig und Konfitüren,
- Keramik,
- handgefertigte Textilien,
- rumänische Süßwaren,
- Bücher und Designprodukte.
Sicherheit in Bukarest

Bukarest gilt für Besucher grundsätzlich als vergleichsweise sichere Großstadt. Gewaltkriminalität gegen Touristen ist selten. Die praktisch relevanteren Risiken sind Taschendiebstahl, überhöhte Taxipreise, unachtsames Überqueren großer Straßen und gewöhnliche Großstadtprobleme.
Besondere Aufmerksamkeit ist sinnvoll:
- in überfüllten Bussen und Metros,
- in der stark besuchten Altstadt,
- am Hauptbahnhof Gara de Nord,
- bei Geldautomaten und Wechselstuben,
- beim Einsteigen in ein Taxi,
- beim Überqueren mehrspuriger Straßen.
Nutze Fahrdienste über die jeweilige App oder offizielle Taxis. Kontrolliere bei Geldautomaten das Umfeld und bevorzuge Geräte innerhalb von Banken oder Einkaufszentren.
Der Straßenverkehr erfordert besondere Aufmerksamkeit. Auch bei grüner Ampel solltest du auf abbiegende Fahrzeuge achten.
Bezahlen und Geldwechsel
Rumänien verwendet nicht den Euro, sondern den rumänischen Leu. Kartenzahlung ist in Hotels, Restaurants, Supermärkten und vielen kleineren Geschäften weit verbreitet.
Bargeld bleibt nützlich für Märkte, kleine Imbisse, Trinkgeld und einzelne Fahrkartenautomaten.
Vermeide Wechselstuben mit unklaren Gebühren oder auffällig günstigen Kursen. Beim Bezahlen mit Karte sollte eine automatische Umrechnung in Euro abgelehnt werden. Die Belastung in rumänischen Lei ist normalerweise transparenter, da die Umrechnung dann durch den eigenen Kartenanbieter erfolgt.
Beste Reisezeit für Bukarest
Die angenehmsten Monate für einen Städtetrip sind meist April bis Juni sowie September und Oktober. Dann sind längere Stadtspaziergänge häufig angenehmer als im Hochsommer.
Juli und August können sehr heiß werden. Viele Straßen bieten nur begrenzt Schatten, und in dicht bebauten Bereichen staut sich die Wärme.
Im Winter sind Frost, kalter Wind und gelegentlich Schnee möglich. Museen, Cafés und die beleuchtete Innenstadt machen einen Besuch dennoch möglich. Die Tage sind allerdings kurz.
Praktische Reisetipps
Rumänische Namen und Straßenschilder enthalten häufig Sonderzeichen. Für die Navigation ist es hilfreich, Ortsnamen direkt aus einer Karten-App zu übernehmen.
Beim Parlamentspalast ist ein physischer Lichtbildausweis zwingend erforderlich. Eine Kopie oder ein Foto auf dem Smartphone genügt nicht.
Die Entfernungen werden leicht unterschätzt. Besonders im Bereich des Parlamentspalasts, des König-Mihai-I.-Parks und der nördlichen Viertel sind die Wege länger, als sie auf der Karte wirken.
Für Kirchenbesuche ist zurückhaltende Kleidung sinnvoll. Während Gottesdiensten sollte eine touristische Besichtigung vermieden oder besonders diskret durchgeführt werden.
Wasser, Sonnenschutz und bequeme Schuhe sind im Sommer unverzichtbar. Viele Gehwege sind uneben oder werden durch parkende Fahrzeuge verengt.
Häufig gestellte Fragen zu Bukarest
Wie viele Tage braucht man für Bukarest?
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten genügen zwei Tage. Drei Tage ermöglichen zusätzlich Museen, den nördlichen Stadtbereich und weniger bekannte Viertel. An einem Tag ist nur eine konzentrierte Auswahl möglich.
Was muss man in Bukarest gesehen haben?
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören der Parlamentspalast, die Altstadt Lipscani, die Stavropoleos-Kirche, die Calea Victoriei, der Revolutionsplatz und das Rumänische Athenäum.
Ist Bukarest teuer?
Bukarest ist für viele Reisende aus Österreich, Deutschland und der Schweiz günstiger als ihre Heimatstädte. Hotels und touristische Restaurants in zentraler Lage können dennoch europäisches Großstadtniveau erreichen.
Welche Währung wird in Bukarest verwendet?
Bezahlt wird mit dem rumänischen Leu. Der internationale Währungscode lautet RON.
Kann man in Bukarest mit Euro bezahlen?
Einzelne touristische Anbieter akzeptieren möglicherweise Euro, grundsätzlich solltest du jedoch in Lei bezahlen. Kartenzahlungen werden ebenfalls in Lei abgerechnet.
Ist Bukarest zu Fuß erkundbar?
Altstadt, Calea Victoriei, Revolutionsplatz und Athenäum lassen sich gut zu Fuß verbinden. Für den nördlichen Stadtbereich, den Bahnhof und weiter entfernte Viertel ist die Metro sinnvoll.
Gibt es eine Metro zum Flughafen Bukarest?
Der Flughafen ist derzeit noch nicht direkt an das reguläre Metronetz angeschlossen. Die Linie M6 befindet sich in Vorbereitung beziehungsweise Bau. Aktuell stehen die Flughafenbahn, die Buslinie 100, Taxis und Fahrdienste zur Verfügung.
Wie kommt man vom Flughafen ins Zentrum?
Die schnellste stauunabhängige Verbindung ist häufig der Zug nach Gara de Nord. Direkt ins Zentrum fährt die Buslinie 100. Je nach Hotel kann eine Kombination aus Zug und Metro oder der direkte Bus praktischer sein.
Ist Bukarest nachts sicher?
Die zentralen Bereiche sind grundsätzlich auch abends belebt. Übliche Vorsicht ist dennoch erforderlich. Abgelegene Straßen, offensichtlich unseriöse Taxis und die unmittelbare Umgebung großer Bahnhöfe sollten spät nachts nicht unnötig zu Fuß erkundet werden.
Wann ist die beste Reisezeit?
Für Stadtbesichtigungen eignen sich besonders der Frühling und der frühe Herbst. Im Hochsommer kann es sehr heiß werden, im Winter dagegen kalt und früh dunkel.

Fazit
Bukarest ist eine Stadt der Gegensätze. Der monumentale Parlamentspalast steht kleinen orthodoxen Kirchen gegenüber, prachtvolle Stadtpalais wechseln sich mit sozialistischen Wohnblöcken ab, und wenige Schritte trennen historische Plätze von modernen Cafés und lebhaften Ausgehstraßen.
Für einen ersten Besuch sind zwei bis drei Tage ideal. Die Altstadt, der Parlamentspalast, die Calea Victoriei, das Athenäum und der Revolutionsplatz bilden das Grundgerüst einer Reise. Mit dem Dorfmuseum, dem Frühlingspalast, Obor und den nördlichen Parks zeigt Bukarest zusätzlich Seiten, die bei einem schnellen Tagesbesuch leicht übersehen werden.
Bilder Bukarest






















FAQ Bukarest
Was ist Bukarest?
Bukarest ist die Hauptstadt von Rumänien und liegt mittig im südlichem Teil des Landes.
Wo liegt Bukarest?
Bukarest liegt im südlichen Rumänien in der Nähe der bulgarischen Grenze. Die Hauptstadt von Rumänien liegt auf etwa gleicher Höhe wie die italienische Stadt Florenz.
Bukarest Währung
Die Währung in Rumänien ist der rumänische Lei.
Bukarest Bezirke
Die rumänische Hauptstadt ist in sechs Sektoren eingeteilt, wobei Sektor 1 im Norden beginnt und anschließend die Sektoren im Uhrzeigersinn nummeriert sind.
Bukarest Metro
Insgesamt hat die Hauptstadt von Rumänien 5 Metrolinien: M1, M2, M3, M4 und M5. Die wichtigsten Metrolinien (M1, M2 und M3) treffen sich am zentralen Platz in der nähe der Altstadt sowie des Parlamentspalasts. Die Metros gehören zum Stadtverkehr und sind mit den Innenstadttickets nutzbar.
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