Wien Geheimtipps: 16 besondere Orte abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten

Stephansdom, Schloss Schönbrunn und Hofburg gehören zu einer ersten Wien-Reise. Doch wer ausschließlich zwischen den bekanntesten Sehenswürdigkeiten unterwegs ist, erlebt nur einen kleinen Teil der Stadt.

Abseits der klassischen Routen warten begrünte Innenhöfe, ungewöhnliche Kirchen, historische Villen, kleine Museen, versteckte Aussichtspunkte und beinahe vergessene Friedhöfe. Manche dieser Orte liegen mitten in dicht bebauten Bezirken. Andere führen weit hinaus an den Rand der Stadt, wo Wien überraschend ländlich und ruhig wird.

Diese Wien-Geheimtipps richten sich vor allem an Wiederholungsbesucher, neugierige Stadtentdecker und Reisende, die nicht nur von einer bekannten Sehenswürdigkeit zur nächsten laufen möchten.

Wien-Geheimtipps auf einen Blick

OrtBezirkBesonderheitZeitbedarf
Planquadrat-Park4.Versteckter Innenhofpark30–60 Minuten
Freihausviertel4.Kreatives Wiener Grätzel1–2 Stunden
Josephinum9.Medizinhistorisches Museum1–2 Stunden
Narrenturm9.Pathologisch-anatomische Sammlung1–2 Stunden
Setagayapark19.Japanischer Garten30–60 Minuten
Geymüllerschlössel18.Biedermeier und Gegenwartskunst1–2 Stunden
Jubiläumswarte16.Aussicht über Wien1–2 Stunden
Otto-Wagner-Kirche14.Jugendstilarchitektur1–2 Stunden
Klimt-Villa13.Rekonstruiertes Atelier1–2 Stunden
Hermesvilla13.Kaiservilla im Wienerwaldhalber Tag
Wotrubakirche23.Monumentaler Betonbau1–2 Stunden
Friedhof St. Marx3.Biedermeierfriedhof1–2 Stunden
Erdberger Stadtwildnis3.Urbane Naturlandschaft30–60 Minuten
Böhmischer Prater10.Nostalgischer Vergnügungspark2–3 Stunden
Friedhof der Namenlosen11.Versteckter Donaufriedhof1–2 Stunden
Wienerberg10.Naturgebiet mit Stadtblick2–3 Stunden

1. Planquadrat-Park: Ein Garten hinter Wiener Häuserfassaden

Der Planquadrat-Park liegt im dicht bebauten 4. Bezirk und ist von der Straße aus kaum wahrnehmbar. Hinter den Häuserfronten öffnet sich ein begrünter Innenhof mit Wiesen, Bäumen, Sitzmöglichkeiten und Spielbereichen.

Der Park entstand nicht als klassisch geplante öffentliche Anlage. Mehrere Innenhöfe wurden zusammengelegt und von Anwohnern schrittweise in eine gemeinschaftlich genutzte Grünfläche umgewandelt. Die ehemals von Beton, Schutt und Abfällen geprägte Fläche entwickelte sich dadurch zu einer ungewöhnlichen innerstädtischen Parklandschaft.

Der Planquadrat-Park eignet sich nicht als abendfüllende Sehenswürdigkeit. Er ist vielmehr eine ruhige Station bei einem Spaziergang durch Wieden und das Freihausviertel.

Geeignet für: kurze Pause, Familien, Architektur- und Stadtentwicklungsinteressierte

2. Freihausviertel: Kreatives Grätzel statt Einkaufsstraße

Das Freihausviertel liegt zwischen Naschmarkt, Karlsplatz und Wiedner Hauptstraße, wirkt aber deutlich lokaler als die angrenzenden touristischen Bereiche.

In den kleinen Straßen befinden sich Galerien, Buchhandlungen, Bars, klassische Wirtshäuser, Designgeschäfte und Secondhand-Läden. Das Viertel besitzt außerdem eine bemerkenswerte Theatergeschichte: In diesem Gebiet wurde 1791 Mozarts „Zauberflöte“ uraufgeführt.

Interessant sind insbesondere:

  • Schleifmühlgasse
  • Margaretenstraße
  • Kühnplatz
  • Pressgasse
  • das Dritte-Mann-Museum
  • kleinere Galerien und Spezialgeschäfte

Das Freihausviertel sollte nicht anhand einer starren Liste erkundet werden. Seine Stärke liegt im ungeplanten Abbiegen in Seitengassen.

3. Josephinum: Medizingeschichte in einem klassizistischen Gebäude

Das Josephinum gehört zu den außergewöhnlichsten Museen Wiens. Es beherbergt die medizinhistorischen Sammlungen der Medizinischen Universität Wien und verbindet Wissenschaftsgeschichte mit einem repräsentativen Gebäude aus dem 18. Jahrhundert.

Besonders bekannt ist das Museum für seine anatomischen Wachsmodelle. Diese wurden ursprünglich für die Ausbildung von Ärzten und Chirurgen geschaffen. Nach einer umfassenden Sanierung stehen rund 1.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung.

Die Ausstellung behandelt unter anderem:

  • Entwicklung der medizinischen Ausbildung
  • Wiener medizinische Forschung
  • historische Instrumente
  • anatomische Modelle
  • Geschichte des Josephinums
  • gesellschaftlichen Umgang mit Krankheit und Tod

Das Josephinum ist keine klassische Gruselausstellung. Es vermittelt die Entwicklung der Medizin sachlich und historisch.

4. Narrenturm: Die ungewöhnlichste Sammlung im Alten AKH

Nur wenige Gehminuten vom Josephinum entfernt steht der Narrenturm. Das auffällige Rundgebäude wurde 1784 eröffnet und ursprünglich zur Unterbringung psychisch erkrankter Menschen verwendet.

Heute befindet sich darin die pathologisch-anatomische Sammlung des Naturhistorischen Museums. Zu sehen sind medizinische Präparate und Darstellungen unterschiedlicher Krankheiten und körperlicher Veränderungen. Die Ausstellung ist fachlich bedeutend, kann aber aufgrund der gezeigten Inhalte belastend wirken.

Josephinum und Narrenturm lassen sich zu einem medizinhistorischen Themenprogramm verbinden. Für beide Einrichtungen zusammen sollte mindestens ein halber Tag eingeplant werden.

5. Setagayapark: Japanische Gartenkunst in Döbling

Der Setagayapark ist eine kompakte japanische Gartenanlage im 19. Bezirk. Der rund 4.000 Quadratmeter große Park geht auf die Partnerschaft zwischen Döbling und dem Tokioter Stadtbezirk Setagaya zurück.

Die Gestaltung umfasst unter anderem:

  • einen Teich
  • kleine Wasserläufe
  • Steinsetzungen
  • Brücken
  • sorgfältig angelegte Wege
  • japanisch inspirierte Bepflanzung

Besonders attraktiv ist der Park während der Blütezeit. Aufgrund seiner geringen Größe sollte er mit einem Spaziergang durch Döbling, einem Besuch der Hohen Warte oder einem Ausflug in die umliegenden Weinbaugebiete verbunden werden.

6. Geymüllerschlössel: Biedermeier trifft Gegenwart

Das Geymüllerschlössel liegt in Pötzleinsdorf und gehört zu den weniger bekannten historischen Wohnhäusern Wiens. Das von einem Garten umgebene Gebäude vermittelt einen Eindruck vom großbürgerlichen Leben der Biedermeierzeit.

Im Inneren befinden sich historische Möbel, Uhren und Einrichtungsgegenstände. Gleichzeitig werden moderne künstlerische Positionen integriert. Dadurch entsteht ein bewusster Gegensatz zwischen historischem Interieur und zeitgenössischer Gestaltung. Das Geymüllerschlössel zählt zu den wenigen Orten in Österreich, an denen eine weitgehend originalgetreue Biedermeierausstattung besichtigt werden kann.

Da die Öffnungszeiten eingeschränkt oder saisonabhängig sein können, muss der Besuch vorab geplant werden.

7. Jubiläumswarte: Kostenloser Blick vom Wilhelminenberg

Die Jubiläumswarte steht auf dem Wilhelminenberg im 16. Bezirk. Die heutige Konstruktion besteht aus einem rund 31 Meter hohen Betonpfeiler mit Wendeltreppe und Aussichtsplattform. An dieser Stelle befand sich bereits 1898 ein hölzerner Aussichtsturm, der anlässlich des 50-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph errichtet worden war.

Von der Plattform reicht der Blick bei klarer Sicht über:

  • das Wiener Stadtgebiet
  • den Wienerwald
  • das Donautal
  • Teile Niederösterreichs
  • entfernte Gebirgszüge

Der Aufstieg ist weniger komfortabel als bei einem modernen Aussichtsturm. Dafür ist die Warte wesentlich ruhiger und lässt sich mit einer Wanderung am Wilhelminenberg verbinden.

8. Otto-Wagner-Kirche am Steinhof

Die Kirche zum heiligen Leopold steht auf dem Gelände der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt am Steinhof. Sie wurde von Otto Wagner entworfen und verbindet Jugendstil mit funktionalen Anforderungen des damaligen Krankenhausbetriebs.

Auch die Innenausstattung wurde auf die Nutzung als Anstaltskirche abgestimmt. Dazu gehörten unter anderem kurze Bankreihen, leicht zu reinigende Oberflächen und eine übersichtliche Raumaufteilung. An der künstlerischen Gestaltung wirkten weitere bedeutende Vertreter der Wiener Moderne mit.

Die vergoldete Kuppel ist aus verschiedenen Teilen Wiens sichtbar. Das Innere kann jedoch nicht jederzeit frei betreten werden. Der Museumsbetrieb ist saisonal und kann durch Veranstaltungen eingeschränkt sein.

Der Besuch lässt sich mit einem Spaziergang durch die Steinhofgründe verbinden.

9. Klimt-Villa: Das rekonstruierte Atelier Gustav Klimts

Gustav Klimt nutzte von 1911 bis zu seinem Tod 1918 ein Gartenhaus in der heutigen Feldmühlgasse als Atelier. Das ursprüngliche Gebäude wurde später baulich stark verändert und in eine größere Villa integriert.

Heute zeigt die Klimt-Villa eine Rekonstruktion seines Empfangszimmers und Ateliers. Grundlage dafür waren historische Fotografien, Beschreibungen und erhaltene Muster.

Der Ort eignet sich besonders für Besucher, die Klimt nicht nur über seine berühmtesten Gemälde kennenlernen möchten. Thematisiert werden auch sein Arbeitsalltag, sein Umfeld und die Geschichte des Hauses.

Die Klimt-Villa liegt außerhalb der klassischen Museumsroute und lässt sich gut mit Hietzing oder dem Lainzer Tiergarten kombinieren.

10. Hermesvilla im Lainzer Tiergarten

Die Hermesvilla befindet sich mitten im Lainzer Tiergarten. Kaiser Franz Joseph ließ sie für Kaiserin Elisabeth errichten und schenkte ihr das Gebäude in der Hoffnung, sie häufiger in Wien halten zu können. Die Villa wird deshalb auch als „Schloss der Träume“ bezeichnet.

Der Weg zur Hermesvilla führt durch ein großflächiges Wald- und Naturschutzgebiet. Der Lainzer Tiergarten war früher kaiserliches Jagdgebiet und umfasst heute Wälder, Wiesen, Wildgehege, Wanderwege und Aussichtspunkte. Das Gelände erstreckt sich über ungefähr 2.500 Hektar.

Wichtig für die Planung:

  • Die Hermesvilla ist nicht direkt mit dem Auto erreichbar.
  • Radfahren ist im Lainzer Tiergarten nicht gestattet.
  • Vom Eingang bis zur Villa ist ein längerer Fußweg erforderlich.
  • Öffnungszeiten von Villa, Toren und Gastronomie können voneinander abweichen.

Für den gesamten Ausflug sollte mindestens ein halber Tag reserviert werden.

11. Wotrubakirche: 152 Betonblöcke am Wiener Stadtrand

Die Kirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit wird meist Wotrubakirche genannt. Sie steht auf dem Sankt-Georgen-Berg im 23. Bezirk und unterscheidet sich radikal von traditionellen Kirchenbauten.

Das Gebäude setzt sich aus 152 unregelmäßig angeordneten Betonelementen zusammen. Diese bringen gemeinsam rund 4.000 Tonnen auf die Waage. Der Bau wurde nach Entwürfen des Bildhauers Fritz Wotruba verwirklicht und 1976 fertiggestellt.

Die Kirche wirkt je nach Perspektive wie:

  • eine abstrakte Skulptur
  • ein aufgebrochener Fels
  • ein ungeordnetes Stapelwerk
  • eine brutalistische Architekturstudie

Durch die Zwischenräume der Betonelemente fällt Licht in den Innenraum. Dadurch wirkt das Gebäude von innen deutlich leichter, als seine massive Außenform vermuten lässt.

12. Friedhof St. Marx: Biedermeier, Flieder und Mozart

Der Friedhof St. Marx ist der letzte erhaltene Biedermeierfriedhof Wiens. Er wurde von 1784 bis 1874 als Begräbnisstätte verwendet und steht heute unter Denkmalschutz.

Bekannt ist die Anlage vor allem durch die Gedenkstätte für Wolfgang Amadeus Mozart. Sein exakter ursprünglicher Begräbnisort ist allerdings nicht zweifelsfrei bekannt.

Abseits dieses historischen Bezugs ist St. Marx ein atmosphärischer Landschaftsraum mit:

  • alten Grabsteinen
  • Mausoleen
  • verwachsenen Wegen
  • dichtem Baumbestand
  • üppiger Fliederblüte im Frühling

Besonders im April und Mai bildet der blühende Flieder einen starken Kontrast zu den verwitterten Grabmälern. Das Gelände ist außerdem ein Rückzugsraum für geschützte Feldhamster.

13. Erdberger Stadtwildnis

Die Erdberger Stadtwildnis zeigt eine Seite Wiens, die kaum mit dem gepflegten Erscheinungsbild der Innenstadt vergleichbar ist. Auf der ökologischen Entwicklungsfläche darf sich die Natur in vielen Bereichen weitgehend selbstständig ausbreiten.

Zwischen Wegen, Büschen, hohen Gräsern und spontan gewachsener Vegetation entsteht der Eindruck einer vergessenen Brache. Gleichzeitig dient das Gebiet Pflanzen und Tieren als innerstädtischer Rückzugsraum.

Die Stadtwildnis ist kein klassisch ausgestatteter Park. Gerade die fehlende Inszenierung macht sie interessant.

Der Besuch lässt sich mit dem Friedhof St. Marx oder einem Spaziergang durch die ehemaligen Industriegebiete rund um Erdberg verbinden.

14. Böhmischer Prater: Nostalgie am Laaer Berg

Der Böhmische Prater liegt im 10. Bezirk und ist wesentlich kleiner als der bekannte Wiener Prater. Seine Geschichte reicht rund 150 Jahre zurück.

Ausgangspunkt war eine Gastwirtschaft beim früheren Ziegelwerk am Laaer Wald. 1882 wurden dort eine Schaukel und ein Ringelspiel aufgestellt. Daraus entwickelte sich schrittweise ein eigener Vergnügungspark.

Heute prägen kleinere Fahrgeschäfte, Gastronomie und eine nostalgische Atmosphäre das Gelände. Der Böhmische Prater richtet sich vor allem an Familien und Besucher, die keinen großen Freizeitpark erwarten.

Der Besuch kann mit dem Laaer Wald, dem Kurpark Oberlaa oder einer Wanderung über den Laaer Berg verbunden werden.

15. Friedhof der Namenlosen

Der Friedhof der Namenlosen liegt versteckt beim Alberner Hafen. Hier wurden vor allem Menschen bestattet, deren Körper von der Donau angeschwemmt und nicht identifiziert worden waren.

Die letzte Beerdigung fand 1940 statt. Der kleine Friedhof blieb jedoch erhalten und liegt heute abgeschieden hinter einem Hochwasserschutzdamm. Von der nächsten Bushaltestelle führt ein etwa 600 Meter langer Fußweg zum Gelände.

Der Ort besitzt eine stille, beinahe unwirkliche Atmosphäre. Er darf jedoch nicht als makabre Touristenattraktion behandelt werden. Es handelt sich um eine reale Begräbnis- und Gedenkstätte.

16. Wienerberg: Natur zwischen Wohnhochhäusern

Das Erholungsgebiet Wienerberg zeigt den starken Kontrast zwischen moderner Großstadt und naturnaher Landschaft.

Wo früher intensiv Lehm für die Ziegelproduktion abgebaut wurde, befinden sich heute Teiche, Wiesen, Gehölze und Spazierwege. Die Naturflächen werden von Wohnbauten und dem markanten Businesspark eingerahmt.

Der Wienerberg eignet sich für:

  • längere Spaziergänge
  • Laufrunden
  • Naturbeobachtung
  • Sonnenuntergänge
  • Ausblicke auf den Süden Wiens

Das Gebiet kann außerdem über den Wiener Stadtwanderweg 12 erkundet werden. Die offizielle Route führt durch das Naherholungsgebiet und teilweise über die Stadtgrenze nach Vösendorf.

Drei Routen für unbekanntes Wien

Route 1: Architektur und Natur im Westen

Diese Route eignet sich für einen ganzen Tag:

  1. Klimt-Villa
  2. Otto-Wagner-Kirche am Steinhof
  3. Spaziergang durch die Steinhofgründe
  4. Jubiläumswarte

Die Stationen liegen nicht unmittelbar nebeneinander. Zwischen einzelnen Zielen sind öffentliche Verkehrsmittel erforderlich.

Route 2: Kurioses Wien und versteckte Innenhöfe

Diese Route lässt sich an einem halben bis ganzen Tag durchführen:

  1. Josephinum
  2. Narrenturm
  3. Spaziergang durch das Alte AKH
  4. Freihausviertel
  5. Planquadrat-Park

Die Route verbindet Medizingeschichte mit Stadtvierteln und ruhigen Innenhöfen.

Route 3: Ungewöhnlicher Südosten

Diese Kombination eignet sich für einen längeren Tagesausflug:

  1. Friedhof St. Marx
  2. Erdberger Stadtwildnis
  3. Böhmischer Prater
  4. Wienerberg

Für den Friedhof der Namenlosen sollte ein eigener Ausflug eingeplant werden, da er deutlich weiter südöstlich und abseits der übrigen Ziele liegt.

Welche Geheimtipps lohnen sich besonders?

Für Architekturinteressierte sind Wotrubakirche und Otto-Wagner-Kirche die stärksten Ziele.

Für Natur und Ruhe eignen sich Lainzer Tiergarten, Wienerberg, Erdberger Stadtwildnis und Setagayapark.

Für ungewöhnliche Museen sind Narrenturm, Josephinum und Geymüllerschlössel besonders interessant.

Für atmosphärische Fotomotive bieten sich Friedhof St. Marx, Jubiläumswarte, Wotrubakirche und Hermesvilla an.

Praktische Hinweise

Viele der genannten Orte liegen außerhalb des historischen Zentrums. Mehrere Ziele an einem Tag sollten daher geografisch sinnvoll kombiniert werden.

Vor dem Besuch sind insbesondere folgende Punkte zu prüfen:

  • saisonale Öffnungszeiten
  • erforderliche Eintrittskarten
  • eingeschränkte Museumsöffnungen
  • Wetterbedingungen
  • Zugänglichkeit von Aussichtswarten
  • Öffnung der Eingänge des Lainzer Tiergartens
  • mögliche Veranstaltungen in Kirchen und Museen

Kirchen, Friedhöfe und Gedenkstätten sind keine reinen Fotokulissen. Rücksicht auf Gottesdienste, Trauernde und andere Besucher ist erforderlich.

Häufige Fragen zu Wien-Geheimtipps

Welche unbekannten Orte in Wien sind kostenlos?

Zu den kostenlos zugänglichen Orten gehören normalerweise Planquadrat-Park, Setagayapark, Friedhof St. Marx, Erdberger Stadtwildnis, Wienerberg und die Umgebung der Jubiläumswarte. Für Museen, Villen und Kircheninnenräume können Eintrittsgebühren gelten.

Welcher Wien-Geheimtipp eignet sich bei Regen?

Bei schlechtem Wetter sind Josephinum, Narrenturm, Klimt-Villa und Geymüllerschlössel geeignet. Öffnungszeiten müssen vorab geprüft werden.

Welche Orte eignen sich für besondere Fotos?

Wotrubakirche, Otto-Wagner-Kirche, Friedhof St. Marx, Hermesvilla und Jubiläumswarte bieten besonders markante Motive.

Welche Geheimtipps eignen sich für Familien?

Setagayapark, Böhmischer Prater, Lainzer Tiergarten und Wienerberg sind familiengeeignet. Narrenturm und pathologisch-anatomische Ausstellungen sind für kleinere oder empfindliche Kinder weniger geeignet.

Kann man alle Orte an einem Wochenende besuchen?

Nein. Die Ziele verteilen sich über zahlreiche Bezirke und teilweise weit entfernte Stadtrandlagen. Für ein Wochenende sollten höchstens zwei geografisch zusammenhängende Routen ausgewählt werden.

Fazit: Wien beginnt dort, wo die klassische Besichtigung endet

Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten erklären Wiens imperiale Vergangenheit. Die ungewöhnlichen Orte zeigen dagegen, wie vielfältig die Stadt tatsächlich ist.

Zwischen japanischem Garten, brutalistischer Kirche, Biedermeierfriedhof, medizinischer Sammlung und verwilderter Stadtlandschaft entsteht ein Wien-Bild, das deutlich über die bekannten Postkartenmotive hinausgeht.

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