Am Mittwoch, dem 12. August 2026, findet eine der eindrucksvollsten Sonnenfinsternisse der kommenden Jahre statt. Während die Sonne in Teilen Europas vollständig vom Mond bedeckt wird, ist das Ereignis in Österreich als starke partielle Sonnenfinsternis zu sehen.
Die Sonnenfinsternis beginnt in Österreich je nach Standort ungefähr zwischen 19:21 und 19:25 Uhr. Ihren Höhepunkt erreicht sie zwischen 20:08 und 20:17 Uhr. Danach geht die noch teilweise verfinsterte Sonne unter.
Besonders stark fällt die Bedeckung im Westen Österreichs aus. In Bregenz werden ungefähr 90 Prozent der sichtbaren Sonnenfläche vom Mond verdeckt. In Wien, Graz und dem Burgenland liegt der Wert etwas niedriger, erreicht aber immer noch mehr als 80 Prozent.
Wichtig ist die richtige Bezeichnung: Weltweit handelt es sich um eine totale Sonnenfinsternis. Österreich liegt jedoch außerhalb des schmalen Kernschattens des Mondes. Deshalb wird die Sonne hier nicht vollständig dunkel. Von Österreich aus ist ausschließlich die partielle Phase sichtbar.
Die wichtigsten Informationen auf einen Blick
| Information | Angabe |
|---|---|
| Datum | Mittwoch, 12. August 2026 |
| Art in Österreich | Partielle Sonnenfinsternis |
| Beginn | ungefähr 19:21 bis 19:25 Uhr |
| Höhepunkt | ungefähr 20:08 bis 20:17 Uhr |
| Maximale Bedeckung | etwa 82 bis 90 Prozent |
| Beste Sichtbarkeit | Westösterreich |
| Blickrichtung | Westen bis Nordwesten |
| Besonderheit | Die Sonne geht während der Finsternis unter |
| Augenschutz | während der gesamten Beobachtung erforderlich |
Da die Sonne zum Zeitpunkt der größten Bedeckung bereits sehr tief steht, entscheidet nicht nur das Wetter über die Sichtbarkeit. Auch der örtliche Horizont ist entscheidend. Berge, Gebäude, Bäume oder Hügel im Westen können die Sonne bereits verdecken, bevor der astronomisch berechnete Sonnenuntergang erreicht ist.
Wann beginnt die Sonnenfinsternis 2026 in Österreich?
Der Mond beginnt sich am frühen Abend des 12. August 2026 vor die Sonnenscheibe zu schieben. Die ersten Minuten der Finsternis werden ohne optische Vergrößerung noch relativ unspektakulär wirken. Zunächst fehlt nur eine kleine Rundung am Rand der Sonne.
Im weiteren Verlauf wird der vom Mond verdeckte Bereich immer größer. Ungefähr 45 bis 55 Minuten nach Beginn erreicht die Finsternis an den meisten österreichischen Standorten ihren sichtbaren Höhepunkt.
Anders als bei vielen anderen Sonnenfinsternissen endet das Ereignis in Österreich nicht dadurch, dass der Mond die Sonnenscheibe wieder vollständig freigibt. Stattdessen verschwindet die teilweise verfinsterte Sonne hinter dem westlichen Horizont.
Uhrzeiten der Sonnenfinsternis nach Städten
Die folgenden Uhrzeiten gelten in österreichischer Sommerzeit, also MESZ beziehungsweise CEST. Kleine Abweichungen innerhalb einer Stadt oder eines Bundeslandes sind möglich.
| Stadt | Beginn | Größte Bedeckung | Bedeckte Sonnenfläche | Sichtbar bis etwa |
|---|---|---|---|---|
| Bregenz | 19:24 Uhr | 20:17 Uhr | 90,03 % | 20:38 Uhr |
| Innsbruck | 19:24 Uhr | 20:17 Uhr | 89,68 % | 20:31 Uhr |
| Villach | 19:25 Uhr | 20:16 Uhr | 89,41 % | 20:19 Uhr |
| Salzburg | 19:23 Uhr | 20:15 Uhr | 88,63 % | 20:25 Uhr |
| Linz | 19:22 Uhr | 20:14 Uhr | 87,81 % | 20:22 Uhr |
| Klagenfurt | 19:25 Uhr | 20:13 Uhr | 86,82 % | 20:17 Uhr |
| Wien | 19:22 Uhr | 20:10 Uhr | 84,84 % | 20:13 Uhr |
| Graz | 19:24 Uhr | 20:11 Uhr | 84,21 % | 20:14 Uhr |
| Eisenstadt | 19:22 Uhr | 20:08 Uhr | 82,09 % | 20:12 Uhr |
Die letzte Spalte bezeichnet ungefähr den Zeitpunkt, bis zu dem die Sonne am jeweiligen Standort über dem rechnerischen Horizont sichtbar bleibt. Ein nahe gelegener Berg oder ein Gebäude kann die Beobachtungszeit deutlich verkürzen. Die eigentliche partielle Sonnenfinsternis dauert astronomisch noch länger an, ist nach Sonnenuntergang von Österreich aus aber nicht mehr zu sehen.
Sonnenfinsternis 2026 in Wien
In Wien beginnt die partielle Sonnenfinsternis gegen 19:22 Uhr. Der größte sichtbare Bedeckungsgrad wird ungefähr um 20:10 Uhr erreicht. Zu diesem Zeitpunkt sind rund 85 Prozent der Sonnenfläche vom Mond bedeckt.
Bereits wenige Minuten später geht die Sonne unter. Der Zeitraum rund um die maximale Bedeckung ist daher sehr kurz.
Für die Beobachtung sollte ein Platz mit möglichst freier Sicht zum westlichen Horizont gewählt werden. Eine normale freie Fläche reicht nicht automatisch aus. Hohe Gebäude, Baumreihen oder Geländeerhebungen können die tief stehende Sonne verdecken.
Die Finsternis ist grundsätzlich auch innerhalb der Stadt sichtbar. Ein Standort außerhalb dichter Bebauung verbessert jedoch die Wahrscheinlichkeit, die Sonne bis zum Maximum verfolgen zu können.
Sonnenfinsternis 2026 in Graz
In Graz beginnt die Finsternis ungefähr um 19:24 Uhr. Der Höhepunkt wird gegen 20:11 Uhr erreicht. Rund 84 Prozent der sichtbaren Sonnenfläche sind dann vom Mond bedeckt.
Die Sonne geht bereits ungefähr drei Minuten nach dem Maximum unter. Ein ungestörter Westhorizont ist daher besonders wichtig.
Aus vielen Teilen des Grazer Stadtgebiets können Hügel und Erhebungen im Westen die tief stehende Sonne vorzeitig verdecken. Ein höher gelegener Standort ist nur dann hilfreich, wenn er tatsächlich freie Sicht in Richtung Westen bietet. Die Höhe allein ist nicht entscheidend.
Für die Planung sollte der gewünschte Standort bereits an einem der Tage vor der Sonnenfinsternis ungefähr zwischen 20:00 und 20:15 Uhr kontrolliert werden. Ist die Sonne dort schon vor dem rechnerischen Sonnenuntergang hinter einem Hügel verschwunden, eignet sich der Platz auch am 12. August nicht optimal.
Wo ist die Sonnenfinsternis in Österreich am stärksten?
Der Bedeckungsgrad nimmt innerhalb Österreichs grundsätzlich von Osten nach Westen zu. Die höchsten Werte werden in Vorarlberg und Tirol erreicht. In Bregenz werden etwa 90 Prozent der Sonnenfläche bedeckt.
Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jeder Standort im Westen besser geeignet ist. Die Sonne steht während des Maximums nur noch knapp über dem Horizont. In engen Alpentälern kann sie deshalb bereits hinter einem Berg verschwunden sein.
Ein Standort im Osten mit völlig freiem Horizont kann praktisch eine bessere Beobachtung ermöglichen als ein Standort im Westen, an dem ein Gebirgszug die Sonne verdeckt.
Gute Bedingungen bieten grundsätzlich:
- offene Flächen mit weiter Sicht nach Westen,
- Aussichtspunkte ohne vorgelagerte Hügel,
- westlich ausgerichtete Bergkuppen,
- erhöhte Terrassen mit freiem Horizont,
- Seeufer mit Blick in Richtung Sonnenuntergang,
- große Felder außerhalb dichter Bebauung.
Bregenz besitzt durch den Bodensee einen grundsätzlich günstigen westlichen Horizont. In alpinen Regionen sollte dagegen genau geprüft werden, hinter welchem Berg die Sonne tatsächlich untergeht.
Wie dunkel wird es in Österreich?
Obwohl mehr als 80 Prozent der Sonnenfläche bedeckt werden, wird es in Österreich nicht vollständig dunkel. Die verbleibende sichtbare Sonnensichel ist noch immer außerordentlich hell.
Der Helligkeitsunterschied kann dennoch wahrnehmbar sein. Das Licht wirkt möglicherweise etwas gedämpfter oder ungewöhnlich. Schatten können schärfer erscheinen, und die Umgebung kann eine besondere Lichtstimmung erhalten.
Mit einer totalen Sonnenfinsternis ist dieser Effekt nicht vergleichbar. In Österreich sind 2026 weder eine vollständig schwarze Sonnenscheibe noch die Sonnenkorona zu sehen. Auch ein plötzlich dunkler Himmel wie während einer tiefen Dämmerung ist nicht zu erwarten.
Der größte optische Reiz entsteht durch die Kombination aus stark verfinsterter Sonnenscheibe und Sonnenuntergang.
Nach dem Ende der Dämmerung folgt bereits das nächste Himmelsereignis: In der Nacht vom 12. auf den 13. August erreichen die Perseiden 2026 in Österreich ihr Maximum.
Warum ist die Sonnenfinsternis in Österreich nicht total?
Eine totale Sonnenfinsternis ist nur innerhalb eines relativ schmalen Streifens auf der Erdoberfläche sichtbar. In diesem Bereich trifft der Kernschatten des Mondes auf die Erde. Beobachter innerhalb dieses Streifens sehen, wie der Mond die Sonne vollständig bedeckt.
Österreich liegt am 12. August 2026 nördlich beziehungsweise östlich außerhalb dieses Kernschattens. Hier trifft nur der Halbschatten des Mondes auf die Erdoberfläche. Deshalb bleibt ein Teil der Sonne sichtbar.
Die totale Phase verläuft unter anderem über Teile von:
- Nordrussland,
- Grönland,
- Island,
- dem Nordatlantik,
- Spanien,
- einem kleinen Gebiet Portugals.
Die längste totale Phase dauert weltweit ungefähr zwei Minuten und 18 Sekunden. In Teilen des europäischen Festlands findet die Totalität ebenfalls kurz vor Sonnenuntergang statt.
Die Sonne geht während der Finsternis unter
Die tiefe Position der Sonne ist das charakteristische Merkmal der Sonnenfinsternis 2026 in Österreich.
Der Mond beginnt die Sonne zu bedecken, während diese bereits in Richtung Westhorizont sinkt. Der größte sichtbare Bedeckungsgrad wird nur wenige Minuten vor Sonnenuntergang erreicht.
Dadurch entsteht bei klarem Himmel eine ungewöhnliche Situation: Eine schmale, stark verfinsterte Sonnensichel nähert sich dem Horizont und verschwindet schließlich, bevor der Mond die Sonnenscheibe wieder freigibt.
Die geringe Sonnenhöhe bringt zugleich mehrere Schwierigkeiten:
- Schon niedrige Wolken am Horizont können die Sicht verhindern.
- Dunst und Luftfeuchtigkeit wirken sich stärker aus.
- Berge und Gebäude können die Sonne vorzeitig verdecken.
- Ein Standortwechsel kurz vor Beginn ist kaum noch möglich.
- Die Zeit rund um das Maximum ist sehr knapp.
Die Wetterprognose sollte deshalb nicht nur auf die allgemeine Bewölkung geprüft werden. Entscheidend ist, ob der westliche Horizont zwischen etwa 19:30 und 20:30 Uhr frei bleibt.
Darf man direkt in die Sonnenfinsternis schauen?
Nein. Während der gesamten in Österreich sichtbaren Finsternis bleibt ein Teil der Sonne unbedeckt. Direktes Hineinsehen kann die Netzhaut dauerhaft schädigen.
In Österreich gibt es keine totale Phase. Eine Sonnenfinsternisbrille darf daher zu keinem Zeitpunkt während der Beobachtung abgenommen werden.
Auch bei einem Bedeckungsgrad von rund 90 Prozent ist die verbleibende Sonnensichel gefährlich hell. Wolken, Dunst oder die tief stehende Sonne machen den direkten Blick nicht sicher.
Normale Sonnenbrillen sind ungeeignet. Das gilt auch für:
- mehrere übereinandergelegte Sonnenbrillen,
- CDs oder DVDs,
- Rettungsdecken,
- rußgeschwärztes Glas,
- Kamerafilme,
- getönte Kunststoffscheiben,
- selbst gebastelte Farbfilter.
Für die direkte Beobachtung sind spezielle Sonnenfinsternisbrillen beziehungsweise Sonnenbeobachtungsfilter erforderlich. Die Filter sollten für die direkte Sonnenbeobachtung bestimmt sein und die Anforderungen der Norm ISO 12312-2 erfüllen.
Beschädigte, zerkratzte, eingerissene oder vom Rahmen gelöste Filter dürfen nicht verwendet werden. Kinder sollten die Finsternis nur unter unmittelbarer Aufsicht beobachten.
Sonnenfinsternisbrille richtig verwenden
Die Brille wird aufgesetzt, bevor der Kopf in Richtung Sonne gedreht wird. Erst danach darf zur Sonne geblickt werden.
Der sichere Ablauf:
- Sonnenfinsternisbrille auf Beschädigungen kontrollieren.
- Den Blick zunächst vom Sonnenstandort abwenden.
- Brille vollständig aufsetzen.
- Erst danach zur Sonne drehen.
- Vor dem Abnehmen wieder von der Sonne wegschauen.
Durch eine geeignete Sonnenfinsternisbrille darf außer der Sonne praktisch nichts oder nur sehr wenig sichtbar sein. Die Sonne erscheint meist als klar begrenzte orangefarbene, gelbliche oder weiße Scheibe.
Eine bloße ISO-Aufschrift ist noch keine Garantie für ein sicheres Produkt. Fälschungen und ungeprüfte Filter können ebenfalls mit entsprechenden Angaben bedruckt sein. Die Brille sollte deshalb von einem bekannten Fachhändler, einer Sternwarte, einem astronomischen Verein oder einem nachvollziehbaren Hersteller stammen.
Sonnenfinsternis mit Fernglas oder Teleskop beobachten
Ein Fernglas oder Teleskop bündelt das Sonnenlicht. Ohne korrekt montierten Sonnenfilter kann dadurch innerhalb kürzester Zeit eine schwere Augenverletzung entstehen.
Eine Sonnenfinsternisbrille vor den Augen reicht bei der Verwendung eines Fernglases oder Teleskops nicht aus. Das gebündelte Licht kann den Filter beschädigen und anschließend direkt ins Auge gelangen.
Für optische Geräte ist ein dafür vorgesehener Sonnenfilter notwendig. Dieser muss sicher an der Vorderseite des Objektivs befestigt werden, also dort, wo das Sonnenlicht in das Gerät eintritt.
Filter, die erst am Okular angebracht werden, sind ungeeignet. Dort ist das Sonnenlicht bereits gebündelt, wodurch der Filter überhitzen oder brechen kann.
Sonnenfinsternis ohne Brille beobachten
Eine sichere Alternative ist die indirekte Projektion. Dabei wird nicht direkt zur Sonne geschaut. Stattdessen wird ihr Bild auf eine helle Fläche projiziert.
Eine einfache Lochkamera lässt sich aus zwei festen Kartons herstellen. In einen Karton wird ein kleines rundes Loch gestochen. Das Sonnenlicht fällt durch dieses Loch auf den zweiten Karton und erzeugt dort ein kleines Abbild der Sonnenscheibe.
Während der Finsternis wird auf dem Projektionskarton sichtbar, wie der Mond einen immer größeren Teil der Sonne verdeckt.
Wichtig: Das Loch dient ausschließlich zur Projektion. Es darf nicht wie ein Guckloch verwendet werden.
Auch die Zwischenräume von Baumblättern können wie zahlreiche kleine Lochkameras wirken. Auf dem Boden erscheinen dann viele sichelförmige Sonnenbilder.
Sonnenfinsternis fotografieren
Die Sonnenfinsternis kann mit einem Smartphone oder einer Kamera fotografiert werden. Die Kamera benötigt jedoch ebenfalls einen geeigneten Sonnenfilter.
Ein sicherer Solarfilter muss vor dem Kameraobjektiv angebracht werden. Eine Sonnenfinsternisbrille sollte nicht beliebig zerschnitten oder provisorisch mit Klebeband am Objektiv befestigt werden. Besonders bei größeren Objektiven oder Teleobjektiven muss der verwendete Filter für die optische Anwendung geeignet sein.
Für gute Aufnahmen empfiehlt sich:
- ein stabiler Standort,
- ein Stativ,
- ein sicher befestigter Sonnenfilter,
- manuelle Scharfstellung,
- unterschiedliche Belichtungszeiten,
- eine möglichst geringe ISO-Einstellung,
- ein Bildausschnitt mit Landschaft und Horizont,
- mehrere Testaufnahmen vor dem Ereignis.
Da die Sonne sehr tief steht, können auch Weitwinkelaufnahmen interessant sein. Berge, Bäume, Gebäude oder ein See können gemeinsam mit der verfinsterten Sonne abgebildet werden.
Beim Blick durch einen optischen Sucher muss besondere Vorsicht gelten. Ohne sicheren Frontfilter darf niemals durch den Sucher zur Sonne geblickt werden. Auch für Smartphones wird bei der gezielten Aufnahme einer partiellen Sonnenfinsternis ein geeigneter Filter vor der Kamera empfohlen.
Was geschieht bei schlechtem Wetter?
Eine Sonnenfinsternis ist nur sichtbar, wenn der Bereich zwischen Beobachter und Sonne ausreichend wolkenfrei ist. Da die Sonne knapp über dem Horizont steht, kann bereits eine einzelne Wolkenbank die entscheidenden Minuten verdecken.
Eine genaue Wetterprognose ist erst wenige Tage vor dem Ereignis sinnvoll. Besonders relevant sind:
- Bewölkung am westlichen Horizont,
- tiefe Schichtwolken,
- Gewitterzellen,
- Dunst,
- Saharastaub,
- starke Niederschläge,
- lokale Nebelfelder.
Ein wolkenloser Himmel über dem eigenen Standort genügt nicht, wenn sich 30 oder 50 Kilometer weiter westlich eine dichte Wolkenfront befindet.
Bei unsicherer Wetterlage sollte ein möglicher Ausweichstandort bereits vorher festgelegt werden. Ein spontaner Wechsel wenige Minuten vor Beginn ist wegen der kurzen Beobachtungszeit kaum sinnvoll.
Sonnenfinsternis und Perseiden am selben Tag
Der 12. August 2026 bietet noch ein zweites astronomisches Ereignis. In der Nacht vom 12. auf den 13. August erreichen die Perseiden ihren Höhepunkt.
2026 fällt das Maximum in die Zeit um Neumond. Dadurch stört kein helles Mondlicht die Beobachtung der Sternschnuppen. Bei klarem Himmel kann der Abend daher zunächst für die Sonnenfinsternis und später für die Perseiden genutzt werden.
Für beide Ereignisse gelten jedoch unterschiedliche Regeln: Für die Sonnenfinsternis ist ein spezieller Augenfilter notwendig. Die Perseiden werden dagegen ohne Fernglas und ohne Schutzbrille mit freiem Blick auf den Nachthimmel beobachtet.
Checkliste für den 12. August 2026
- Standort mit freiem Westhorizont auswählen
- Standort einige Tage vorher zur gleichen Uhrzeit prüfen
- Sonnenfinsternisbrille rechtzeitig beschaffen
- Brille vor der Verwendung auf Schäden kontrollieren
- Wetterentwicklung und westliche Wolkenfelder beobachten
- ungefähr 30 Minuten vor Beginn eintreffen
- Kinder während der gesamten Beobachtung beaufsichtigen
- Fernglas und Teleskop nur mit Frontfilter verwenden
- Kamera nur mit geeignetem Solarfilter ausrichten
- Sonnenfinsternisbrille während der gesamten Finsternis tragen
- für die anschließende Perseidenbeobachtung warme Kleidung mitnehmen
Häufige Fragen zur Sonnenfinsternis 2026
Wann ist die Sonnenfinsternis 2026 in Österreich?
Die Sonnenfinsternis findet am Mittwoch, dem 12. August 2026, statt. In Österreich beginnt sie je nach Standort ungefähr zwischen 19:21 und 19:25 Uhr.
Ist die Sonnenfinsternis in Österreich total?
Nein. In Österreich ist ausschließlich eine partielle Sonnenfinsternis sichtbar. Die totale Phase verläuft unter anderem über Grönland, Island, Spanien und einen kleinen Teil Portugals.
Um wie viel Uhr ist der Höhepunkt?
Der sichtbare Höhepunkt wird je nach Standort ungefähr zwischen 20:08 und 20:17 Uhr erreicht.
Wo ist die Sonnenfinsternis am stärksten?
Die größte Bedeckung innerhalb Österreichs wird im Westen erreicht. In Bregenz werden rund 90 Prozent der Sonnenfläche bedeckt.
Wie stark ist die Sonnenfinsternis in Graz?
In Graz werden ungefähr 84 Prozent der sichtbaren Sonnenfläche bedeckt. Der Höhepunkt wird gegen 20:11 Uhr erreicht.
Wie stark ist die Sonnenfinsternis in Wien?
In Wien werden ungefähr 85 Prozent der sichtbaren Sonnenfläche bedeckt. Der Höhepunkt wird gegen 20:10 Uhr erreicht.
Wird es während der Sonnenfinsternis dunkel?
Es wird nicht vollständig dunkel. Das Tageslicht kann schwächer und ungewöhnlich wirken. Eine mit der Nacht vergleichbare Verdunkelung ist bei einer partiellen Sonnenfinsternis nicht zu erwarten.
Reicht eine normale Sonnenbrille?
Nein. Normale Sonnenbrillen schützen nicht vor den Gefahren der direkten Sonnenbeobachtung. Benötigt wird eine spezielle Sonnenfinsternisbrille.
Kann die Schutzbrille beim Maximum abgenommen werden?
Nein. Da es in Österreich keine totale Phase gibt, muss der Schutzfilter während der gesamten Beobachtung verwendet werden.
Kann man durch Wolken ohne Schutzbrille schauen?
Nein. Auch durch dünne Wolken kann gefährliche Sonnenstrahlung das Auge erreichen. Wolken ersetzen keinen geeigneten Sonnenfilter.
Kann man die Sonnenfinsternis mit dem Smartphone fotografieren?
Ja, allerdings sollte ein geeigneter Solarfilter vor der Smartphone-Kamera verwendet werden. Beim Ausrichten darf nicht ungeschützt zur Sonne geblickt werden.
Fazit
Die Sonnenfinsternis am 12. August 2026 wird in ganz Österreich sichtbar sein, sofern das Wetter und der westliche Horizont mitspielen. Zwischen etwa 82 und 90 Prozent der Sonnenfläche werden vom Mond bedeckt.
Besonders eindrucksvoll wird die Finsternis durch ihren Zeitpunkt kurz vor Sonnenuntergang. Die stark verfinsterte Sonnenscheibe verschwindet hinter dem Horizont, bevor das astronomische Ereignis vollständig beendet ist.
Für eine erfolgreiche Beobachtung sind drei Faktoren entscheidend: ein freier Westhorizont, möglichst wolkenloses Wetter und eine sichere Sonnenfinsternisbrille. Da in Österreich keine totale Phase eintritt, ist der Augenschutz während der gesamten Beobachtung erforderlich.