Welcher ist der schönste See Österreichs? Der türkisfarbene Achensee, der warme Wörthersee, der alpine Wolfgangsee, der tiefblaue Attersee oder doch ein kleiner Bergsee wie der Spiegelsee auf der Reiteralm?
Eine einzige richtige Antwort gibt es nicht. Österreichs Seen unterscheiden sich zu stark: Einige sind perfekte Badeseen, andere leben von ihrem Bergpanorama, manche eignen sich hervorragend zum Segeln oder SUP und wieder andere sind vor allem wegen ihrer Wanderungen und Fotomotive einen Besuch wert.
Deshalb habe ich für diesen Vergleich drei besonders interessante Seen in jedem der neun österreichischen Bundesländer ausgewählt. Entscheidend sind für mich nicht ausschließlich Bekanntheit oder Größe, sondern die Kombination aus Landschaft, Badequalität, Freizeitmöglichkeiten, Erreichbarkeit und der Frage, ob sich der See tatsächlich als Reiseziel lohnt.
Gegenüber der früheren Version dieses Artikels gibt es dabei zwei wichtige geografische Korrekturen: Der Neusiedler See gehört auf österreichischer Seite zum Burgenland und nicht zu Niederösterreich. Der Wienerwaldsee liegt wiederum in Niederösterreich und nicht in Wien. Beide waren bisher dem falschen Bundesland zugeordnet.
Die schönsten Seen Österreichs auf einen Blick
| Bundesland | Mein Favorit | Ebenfalls besonders schön | Am besten für |
|---|---|---|---|
| Kärnten | Weissensee | Wörthersee, Millstätter See | Baden und Sommerurlaub |
| Salzburg | Wolfgangsee | Fuschlsee, Zeller See | Berge + Baden |
| Tirol | Achensee | Plansee, Piburger See | alpine Landschaft |
| Oberösterreich | Attersee | Traunsee, Hallstätter See | Wassersport + Salzkammergut |
| Steiermark | Grundlsee | Altausseer See, Spiegelsee | Natur + Wandern |
| Vorarlberg | Lünersee | Bodensee, Körbersee | Bergpanorama |
| Niederösterreich | Lunzer See | Erlaufsee, Ottensteiner Stausee | ruhige Natur |
| Burgenland | Neusiedler See | Neufelder See, Rauchwarter Badesee | Wassersport + Familien |
| Wien | Alte Donau | Neue Donau, Hirschstettener Teich | Baden in der Stadt |
Welcher See ist der schönste in Österreich?
Wenn ich nicht nach Bundesländern unterscheiden müsste, sähe meine persönliche Auswahl so aus:
Schönstes Gesamtpaket: Wolfgangsee
Spektakulärstes Alpenpanorama: Achensee
Bester klassischer Badeurlaub: Wörthersee
Schönster Natursee: Weissensee
Bester See für Segeln und Wassersport: Attersee
Schönster kleiner Bergsee: Spiegelsee
Schönste Kombination aus See und historischem Ort: Hallstätter See
Bester ruhiger Geheimtipp: Lunzer See
Außergewöhnlichster See Österreichs: Neusiedler See
Wer mehrere österreichische Seen miteinander kombinieren möchte, findet auf Blogofant zusätzlich meinen ausführlichen Vergleich Attersee, Mondsee und Traunsee sowie den eigenen Guide zum Achensee in Tirol.
1. Kärnten: Österreichs klassisches Seenland
Wenn der Schwerpunkt auf einem richtigen Sommerurlaub am See liegt, ist Kärnten für mich das stärkste Bundesland Österreichs.
Das liegt nicht nur an der Anzahl der Seen. Viele Kärntner Seen erreichen im Sommer angenehme Badetemperaturen und verbinden Strandbäder, Wassersport, Berge und touristische Infrastruktur. Kärnten selbst hebt Wörthersee, Millstätter See, Ossiacher See und Weissensee unter den großen Seen besonders hervor.
Wörthersee: der bekannteste Badesee Österreichs
Der Wörthersee ist die richtige Wahl, wenn du einen See suchst, an dem Baden allein nicht das gesamte Urlaubsprogramm sein soll.
Velden, Pörtschach und Klagenfurt sorgen für Restaurants, Promenaden, Ausflugsziele und Abendprogramm. Dazu kommen Strandbäder, SUP, Segeln, Schifffahrt und zahlreiche Aussichtspunkte.
Im Hochsommer kann das Wasser deutlich über 25 Grad erreichen; Kärnten bewirbt den See mit möglichen Temperaturen von bis zu rund 28 Grad.
Mein Highlight: Nicht ausschließlich Velden besuchen. Landschaftlich gefällt mir die Kombination aus See und erhöhten Aussichtspunkten wesentlich besser als nur die bekannte Promenade.
Ideal für: ersten Kärnten-Urlaub, Paare, Familien, Restaurants und Nachtleben.
Weniger ideal für: völlige Ruhe und möglichst unberührte Natur.
Weissensee: mein schönster See Kärntens
Wenn ich nur einen Kärntner See auswählen dürfte, wäre es der Weissensee.
Er wirkt wesentlich naturbelassener als der Wörthersee. Große Teile der Uferlandschaft sind nicht dicht verbaut, der See liegt zwischen bewaldeten Bergen und ist Teil eines Naturparks. Motorboote spielen hier bewusst eine wesentlich kleinere Rolle; am geschützten Weissensee sind motorisierte Freizeitboote stark eingeschränkt.
Dadurch entsteht eine deutlich ruhigere Atmosphäre.
Mein Highlight: Eine Kombination aus Wandern oberhalb des Sees und anschließendem Schwimmen. Von oben zeigt sich die ungewöhnlich lange, schmale Form besonders schön.
Ideal für: Natur, Wandern, Ruhe, Schwimmen und entschleunigten Urlaub.
Millstätter See: die ausgewogene Alternative
Der Millstätter See liegt für mich zwischen den beiden Extremen.
Er besitzt mehr touristische Infrastruktur als der Weissensee, wirkt aber vielerorts ruhiger als der Wörthersee. Gleichzeitig ist er mit bis zu rund 141 Metern der tiefste See Kärntens.
Das Gebiet eignet sich besonders gut, wenn du Baden mit Wandern in den Nockbergen verbinden möchtest.
Mein Highlight: Der See wirkt von erhöhten Wanderwegen wesentlich beeindruckender als ausschließlich vom Strand.
Ideal für: Paare, Wandern, längeren Sommerurlaub und eine Mischung aus Komfort und Natur.
2. Salzburg: Seen mit perfekter Alpenkulisse
Salzburg besitzt nicht die größte Zahl großer Badeseen, aber einige der fotogensten Kombinationen aus Wasser, Orten und Bergen.
Meine drei Favoriten sind Wolfgangsee, Fuschlsee und Zeller See.
Wolfgangsee: mein Gesamtsieger
Der Wolfgangsee ist für mich einer der komplettesten Seen Österreichs.
Er verbindet St. Wolfgang, St. Gilgen und Strobl mit Badestellen, Schifffahrt, Bergen und klassischen Salzkammergut-Motiven. Der See ist rund 12 Kilometer lang, erreicht eine maximale Tiefe von 114 Metern und liegt teilweise in Salzburg und teilweise in Oberösterreich.
Genau diese Mischung macht ihn stärker als viele reine Badeseen.
Du kannst morgens schwimmen, anschließend mit der Schafbergbahn auf den Berg fahren, mit dem Schiff den See queren und abends durch St. Wolfgang spazieren.
Mein Highlight: Der Blick von oben. Erst vom Schafberg oder Zwölferhorn zeigt sich die gesamte Dimension des Wolfgangsees.
Ideal für: ersten Österreich-Urlaub, Fotografie, Paare, Familien und mehrere Urlaubstage.
Fuschlsee: kleiner und ruhiger
Der Fuschlsee ist wesentlich kompakter. Er misst ungefähr 4,1 Kilometer in der Länge und erreicht gut 67 Meter Tiefe.
Sein größter Vorteil ist die Balance zwischen guter Erreichbarkeit von Salzburg und einer wesentlich ruhigeren Landschaft.
Das Wasser kann im Sommer angenehm warm werden; Mitte August 2026 wurden beispielsweise etwas mehr als 24 Grad gemessen.
Mein Highlight: Die ruhigeren Badeplätze am Südufer statt ausschließlich des großen Fuschlseebads.
Ideal für: entspanntes Baden, Tagesausflüge ab Salzburg und kurze Aufenthalte.
Zeller See: See und Hochgebirge
Der Zeller See bietet eine andere Kulisse. Rundherum stehen nicht sanfte Salzkammergutberge, sondern die deutlich hochalpinere Landschaft rund um Zell am See und die Hohen Tauern.
Seine Stärke ist die Kombination mit der Region Zell am See-Kaprun: Baden, Schifffahrt, Radfahren und Bergbahnen lassen sich leicht verbinden.
Mein Highlight: Ein Sommertag mit See am Vormittag und Bergpanorama am Nachmittag.
Ideal für: Aktivurlauber und Reisende, die See und Hochgebirge kombinieren wollen.
3. Tirol: spektakuläre Bergseen
Tirol gewinnt für mich die Kategorie Bergkulisse.
Die Seen sind häufig kühler als in Kärnten, liegen dafür aber direkt zwischen den hohen Kalk- und Zentralalpen.
Achensee: das Tiroler Meer
Der Achensee ist mit rund 6,8 km² Tirols größter See. Er ist neun Kilometer lang und bis zu 133 Meter tief. Die offizielle Region beschreibt die Wasserqualität als ausgezeichnet und annähernd auf Trinkwasserniveau.
Die Kombination aus Karwendel und Rofan macht ihn zu einem meiner landschaftlichen Favoriten in ganz Österreich.
Das Wasser bleibt allerdings vergleichsweise frisch. Wer einen warmen klassischen Badesee sucht, findet in Kärnten oder im Burgenland bessere Kandidaten. Tirol nennt den Achensee selbst unter den eher kalten Badeseen des Bundeslands.
Mein Highlight: Pertisau und die Aussicht von oben auf den langgezogenen türkisfarbenen See.
Ein ausführlicher eigener Beitrag befindet sich auf Blogofant unter Achensee: Das Juwel Tirols.
Plansee: fast fjordartig
Der Plansee bei Reutte ist weniger urban und touristisch geprägt als der Achensee.
Sein langgezogener Verlauf zwischen bewaldeten Berghängen erinnert stellenweise tatsächlich eher an einen skandinavischen See. Über einen Kanal ist er mit dem Heiterwanger See verbunden.
Mein Highlight: Die Aussicht von einem erhöhten Wanderweg. Direkt am Ufer wirkt der See schön, von oben außergewöhnlich.
Ideal für: Camping, Wandern, Kajak, SUP und Roadtrips.
Piburger See: klein, warm und idyllisch
Der Piburger See ist die richtige Wahl, wenn du Tiroler Berglandschaft möchtest, aber nicht unbedingt in sehr kaltes Wasser springen willst.
Er gehört zu den wärmeren Badeseen Tirols und liegt in einem geschützten Landschaftsgebiet oberhalb von Oetz.
Mein Highlight: Die Kombination aus kurzer Wanderung und Badestopp macht ihn für einen halben Tag wesentlich interessanter als einen reinen Strandbesuch.
4. Oberösterreich: das Herz des Salzkammerguts
Bei Oberösterreich fällt die Auswahl schwer. Attersee, Traunsee, Hallstätter See, Mondsee und Teile des Wolfgangsees wären alle Kandidaten.
Meine drei stärksten sind Attersee, Traunsee und Hallstätter See.
Attersee: der beste See für Wassersport
Der Attersee ist mit rund 46,2 km² der größte vollständig innerhalb Österreichs liegende See. Sein klares Wasser und die offene Wasserfläche machen ihn besonders interessant für Segler und Taucher.
Optisch wirkt er weniger dramatisch als Hallstätter See oder Traunsee. Dafür ist er für einen längeren Bade- und Wassersporturlaub wahrscheinlich vielseitiger.
Mein Highlight: Das südliche Seeende rund um Unterach und Weißenbach gefällt mir landschaftlich besser als die flacheren nördlichen Ufer.
Traunsee: der dramatischste See Oberösterreichs
Der Traunsee ist mit bis zu 191 Metern der tiefste See Österreichs. Der unmittelbar am Ufer aufragende Traunstein gibt ihm einen deutlich alpinen Charakter.
Gmunden und Schloss Ort sorgen zusätzlich für Kultur und Stadtleben.
Mein Highlight: Traunkirchen. Die Kombination aus kleinem Ort, See und steilen Bergen ist für mich stärker als das bekanntere Gmunden-Panorama.
Hallstätter See: das berühmteste Fotomotiv
Der Hallstätter See gewinnt nicht unbedingt als klassischer Badeurlaub, sondern aufgrund seiner Landschaft und Kultur.
Hallstatt, Dachstein und die steilen Berge bilden eines der bekanntesten Österreich-Motive überhaupt.
Mein Fehler wäre allerdings, Hallstatt nur als kurzen Fotostopp zu behandeln. Obertraun, die Schifffahrt und die Landschaft rund um den See verdienen deutlich mehr Zeit.
Ideal für: Fotografie, Kultur, Bootstouren und Kombination mit dem Dachstein.
Für Attersee, Mondsee und Traunsee findest du auf Blogofant einen vollständigen Direktvergleich mit Orten, Aktivitäten und Reiseplanung: Attersee, Mondsee und Traunsee im Vergleich.
5. Steiermark: Seen zwischen Ausseerland und Dachstein
Die stärkste Seenregion der Steiermark ist für mich eindeutig das Ausseerland-Salzkammergut.
Grundlsee und Altausseer See liegen nur wenige Kilometer auseinander. Dazu nehme ich bewusst den Spiegelsee als völlig anderen Typ von See in die Top 3 auf.
Grundlsee: das Steirische Meer
Der Grundlsee ist der größte natürliche See der Steiermark und wird deshalb häufig als Steirisches Meer bezeichnet.
Er eignet sich zum Schwimmen, Segeln, Rudern und Tauchen und liegt direkt vor dem eindrucksvollen Massiv des Toten Gebirges.
Mein Highlight: Nicht nur Grundlsee besuchen. Die Weiterfahrt beziehungsweise Wanderung in Richtung Toplitzsee verändert die Landschaft komplett und macht daraus einen richtigen Tagesausflug.
Altausseer See: der schönste Spaziersee
Der Altausseer See ist kleiner, wirkt für mich landschaftlich aber noch harmonischer.
Der Loser erhebt sich unmittelbar über dem See, und der Uferweg eignet sich hervorragend für eine komplette Runde. Steiermark Tourismus zählt den Altausseer See ausdrücklich zu den landschaftlich schönsten Seen des Salzkammerguts.
Mein Highlight: Früh am Morgen oder am späten Nachmittag rund um den See gehen, wenn deutlich weniger Tagesgäste unterwegs sind.
Spiegelsee: der beste Fotospot
Der Spiegelsee beziehungsweise Gasslsee auf der Reiteralm ist kein klassischer Badesee.
Er gehört trotzdem in diese Auswahl, weil an windstillen Tagen die Dachstein-Südwände in der Wasseroberfläche gespiegelt werden.
Der Unterschied zu Grundlsee und Altaussee ist entscheidend: Hierher kommst du nicht für Strand und Schifffahrt, sondern für Wandern und Landschaftsfotografie.
Auf Blogofant gibt es dazu bereits den ausführlichen Guide Spiegelsee auf der Reiteralm: Wanderung, Anreise und Fototipps.
6. Vorarlberg: vom Bodensee bis ins Hochgebirge
Vorarlberg bietet innerhalb sehr kurzer Distanzen zwei völlig unterschiedliche Seenwelten: den großen internationalen Bodensee und hochalpine Bergseen.
Bodensee: der vielseitigste See Vorarlbergs
Der Bodensee wird von Österreich, Deutschland und der Schweiz geteilt. Der österreichische Teil liegt vollständig in Vorarlberg.
Rund um Bregenz lässt sich Baden mit Kultur, Schifffahrt und Stadtbesuch verbinden. Die Vorarlberger Behörden bescheinigen den offiziellen Badestellen regelmäßig eine sehr gute Wasserqualität.
Mein Highlight: Den Bodensee nicht nur auf Höhe der Bregenzer Innenstadt betrachten. Eine Fahrt auf den Pfänder zeigt erst, wie groß der See tatsächlich ist.
Passend dazu gibt es auf Blogofant den Tagesplan Bregenz an einem Tag.
Lünersee: mein Vorarlberg-Favorit
Der Lünersee liegt auf rund 1.970 Metern Höhe im Rätikon und ist heute einer der größten Stauseen Westösterreichs. 2019 wurde er bei „9 Plätze – 9 Schätze“ sogar zum schönsten Platz Österreichs gewählt.
Die Landschaft ist spektakulärer als am Bodensee, allerdings handelt es sich eindeutig um ein Wanderziel und keinen klassischen Badesee.
Mein Highlight: Die Runde um den See liefert schon ohne Gipfelbesteigung fast durchgehend starke Bergpanoramen.
Körbersee: der ruhigere Bergsee
Der Körbersee im Bregenzerwald ist deutlich kleiner und weniger monumental.
Gerade darin liegt sein Reiz. Der See ist Teil einer alpinen Landschaft rund um Schröcken und eignet sich hervorragend als Ziel oder Zwischenpunkt einer Wanderung. Eine offizielle Route von Schröcken über den Körbersee nach Warth umfasst gut 13 Kilometer.
Ich würde ihn 2026 bewusst vor dem Silvretta-Stausee in die Top 3 setzen, weil die langfristigen Einschränkungen und Veränderungen entlang der Silvretta-Hochalpenstraße die Reiseplanung zuletzt komplizierter gemacht haben.
7. Niederösterreich: unterschätzte Seen ohne Massentourismus
Niederösterreich hat keinen Wörthersee und keinen Achensee. Dafür findest du dort einige wesentlich ruhigere Natur- und Stauseen.
Eine wichtige Korrektur gegenüber dem alten Artikel: Der Neusiedler See liegt nicht in Niederösterreich.
Meine drei Kandidaten sind daher Lunzer See, Erlaufsee und Ottensteiner Stausee.
Lunzer See: mein Favorit in Niederösterreich
Der Lunzer See verbindet klares Wasser mit der Bergwelt des Mostviertels.
Niederösterreich Tourismus zählt ihn gemeinsam mit dem Erlaufsee ausdrücklich zu den natürlichen Badejuwelen des südlichen Mostviertels.
SUP, Schwimmen und Wandern lassen sich unkompliziert kombinieren.
Mein Highlight: Nicht nur am See bleiben. Die Region rund um Lunz bietet mehrere Wanderungen zu weiteren Bergseen.
Erlaufsee: klares Wasser an der Landesgrenze
Der Erlaufsee liegt direkt an der Grenze zwischen Niederösterreich und der Steiermark.
Das Wasser ist klar, die Umgebung deutlich alpiner als man bei Niederösterreich zunächst erwarten würde. Tauchen, Baden und eine Runde um den See lassen sich verbinden.
Ideal für: Tagesausflug, Tauchen, Schwimmen und Kombination mit Mariazell.
Ottensteiner Stausee: fast wie ein Fjord
Der Ottensteiner Stausee im Waldviertel ist künstlich angelegt, landschaftlich aber außergewöhnlich.
Die verzweigten Buchten zwischen bewaldeten Ufern unterscheiden ihn stark von klassischen Alpenseen. Niederösterreich Tourismus beschreibt die Kamptalstauseen sogar als „Fjordland“ des Waldviertels; Ottenstein ist der größte der drei Stauseen.
Mein Highlight: Kajak oder SUP statt ausschließlich am Ufer bleiben.
8. Burgenland: Steppensee statt Alpenpanorama
Das Burgenland funktioniert komplett anders als die westösterreichischen Seenregionen.
Hier fehlen hohe Berge. Dafür gibt es warmes Klima, weite Horizonte, Schilflandschaften und ausgezeichnete Bedingungen für Wind- und Wassersport.
Neusiedler See: einzigartig in Österreich
Der Neusiedler See ist Österreichs ungewöhnlichster großer See.
Er ist ein extrem flacher Steppensee mit großen Schilfflächen und erstreckt sich über Österreich und Ungarn. Burgenland Tourismus gibt seine Gesamtfläche mit rund 320 km² an.
Der See ist besonders bekannt für Segeln, Windsurfen und Kitesurfen.
Mein Highlight: Der Sonnenuntergang. Die fehlenden hohen Berge sorgen für einen völlig anderen Horizont als an Alpenseen.
Ideal für: Radfahren, Wassersport, Wein, Vogelbeobachtung und Familien.
Neufelder See: der beste klassische Badesee
Wenn Baden wichtiger ist als Landschaft, würde ich im Burgenland den Neufelder See wählen.
Er erreicht bis zu etwa 23 Meter Tiefe und besitzt Strandbad, Tauchzentrum, Spielplätze und Wassersportangebote.
Damit ist er unkomplizierter als der Neusiedler See, wenn du hauptsächlich einen klassischen Sommertag am Wasser verbringen möchtest.
Rauchwarter Badesee: kleiner Familiensee
Der Badesee in Rauchwart ist deutlich kleiner und weniger bekannt.
Burgenland Tourismus führt ihn unter den familienfreundlichen Seen mit flachem Ufer; auch Bootsverleih ist vorhanden.
Ideal für: Familien und einen ruhigen Badetag abseits der großen Tourismusorte.
Warum der Zicksee nicht mehr in meiner Top 3 ist
Die alte Version dieses Artikels bezeichnete den Zicksee als klassischen Bade- und Wassersportsee. Diese Empfehlung ist heute zu pauschal.
Der See trocknete 2022 vollständig aus und sein Wasserhaushalt bleibt empfindlich. 2026 führt er zwar wieder Wasser; das Wasserportal des Burgenlands weist weiterhin aktuelle Pegel- und Temperaturmessungen aus. Seine Entwicklung hängt aber stark von Niederschlag und wasserwirtschaftlichen Maßnahmen ab.
Als Naturraum bleibt der Zicksee interessant. Als verlässliche Empfehlung für einen Badeurlaub würde ich Neufelder See oder Rauchwart vorziehen.
9. Wien: Baden mitten in der Großstadt
Wien besitzt keine großen natürlichen Alpenseen. Dafür gibt es etwas, das die anderen Bundesländer kaum bieten können: sehr gute Bademöglichkeiten mitten in einer Millionenstadt.
Die Stadt kontrolliert während der Badesaison regelmäßig die Wasserqualität an zahlreichen offiziellen Badestellen.
Alte Donau: mein klarer Wien-Sieger
Die Alte Donau ist die beste Mischung aus Baden, Freizeit und Stadt.
Sie bietet Strandbäder, kostenlose Zugänge, Bootsverleihe, Restaurants und SUP-Möglichkeiten. Gleichzeitig liegen Hochhäuser und öffentliche Verkehrsmittel nur wenige Minuten entfernt.
Mein Highlight: Ein Elektro- oder Tretboot am Abend. Das ist wesentlich charakteristischer für die Alte Donau als ein normaler Strandbadbesuch.
Die Stadt Wien veröffentlicht für Alte und Neue Donau laufend Wassertemperatur und Badewasserinformationen.
Neue Donau: kostenloser Badeplatz mit viel Raum
Die Neue Donau entstand als Teil des Wiener Hochwasserschutzes, ist heute aber eines der wichtigsten Naherholungsgebiete der Stadt.
Besonders attraktiv ist der lange Bereich entlang der Donauinsel. Es gibt zahlreiche kostenlose Wasserzugänge und viel Platz.
Die Wasserqualität wird offiziell überwacht; bei Problemen kann an der Neuen Donau mittels roter Fahnen ein Badeverbot angezeigt werden.
Ideal für: kostenloses Baden, Sport, Radfahren und spontane Sommertage.
Hirschstettener Teich: die kleinere Alternative
Als dritten Wiener See würde ich nicht mehr den Wienerwaldsee wählen. Dieser liegt außerhalb Wiens in Niederösterreich.
Stattdessen ist der Hirschstettener Teich die sinnvollere Empfehlung.
Der Naturbadeplatz im 22. Bezirk umfasst rund 128.000 Quadratmeter Wasserfläche, ist ganzjährig zugänglich und kostenlos. Es gibt Spielmöglichkeiten, eine Babybucht und sogar einen eigenen Hundebadebereich.
Ideal für: Familien, Hundehalter und alle, denen Alte Donau und Donauinsel zu groß oder zu belebt sind.
Die besten Seen Österreichs nach Reisetyp
Die Bundesländer-Einteilung hilft bei der geografischen Planung. Für die tatsächliche Auswahl ist aber meist entscheidender, was du am See machen möchtest.
Die besten Seen zum Baden
Meine Auswahl für einen klassischen Badeurlaub:
- Wörthersee
- Weissensee
- Millstätter See
- Wolfgangsee
- Fuschlsee
- Attersee
- Neufelder See
- Lunzer See
- Piburger See
- Alte Donau
Österreich Werbung nennt unter anderem Attersee, Wolfgangsee, Achensee, Weissensee und Zeller See als wichtige österreichische Bade- und Wassersportseen.
Die schönsten Seen für Bergpanorama
Hier würde ich anders sortieren:
- Achensee
- Lünersee
- Spiegelsee
- Hallstätter See
- Wolfgangsee
- Grundlsee
- Altausseer See
- Plansee
- Traunsee
- Zeller See
Die besten Seen für Familien
Für Familien sind einfacher Zugang, warme Temperaturen, Liegewiesen, Sanitäranlagen und zusätzliche Freizeitangebote wichtiger als maximale landschaftliche Dramatik.
Meine Favoriten sind:
- Wörthersee
- Fuschlsee
- Neufelder See
- Piburger See
- Alte Donau
- Hirschstettener Teich
- Wolfgangsee
- Millstätter See
- Rauchwarter Badesee
- Lunzer See
Die besten Seen für Wassersport
Für Segeln, SUP, Windsurfen und ähnliche Aktivitäten:
- Neusiedler See
- Attersee
- Achensee
- Wolfgangsee
- Wörthersee
- Plansee
- Traunsee
Der Neusiedler See ist insbesondere für Segeln, Wind- und Kitesurfen bekannt, während Attersee, Achensee und Wolfgangsee ebenfalls zu den klassischen Wassersportrevieren Österreichs gehören.
Die schönsten Seen zum Fotografieren
Meine persönliche Reihenfolge:
- Spiegelsee bei Windstille
- Hallstätter See
- Achensee
- Lünersee
- Wolfgangsee
- Grundlsee
- Altausseer See
- Traunsee
- Weissensee
- Bodensee bei Sonnenuntergang
Welches Bundesland hat die schönsten Seen?
Auch hier hängt das Ergebnis vom Reisetyp ab.
Kärnten gewinnt beim Badeurlaub. Die Auswahl an warmen, großen und touristisch gut erschlossenen Seen ist kaum zu schlagen. Aktuelle Messungen zeigen auch 2026 regelmäßig sommerliche Temperaturen an Wörthersee, Millstätter See und vielen kleineren Kärntner Seen.
Salzburg gewinnt für mich beim Gesamtbild. Wolfgangsee, Fuschlsee und Zeller See kombinieren Wasser und Berge ausgezeichnet.
Tirol gewinnt beim alpinen Panorama. Achensee und Plansee wirken dramatischer als viele klassische Badeseen.
Oberösterreich gewinnt bei der Vielfalt großer Seen. Attersee, Mondsee, Traunsee, Hallstätter See und Teile des Wolfgangsees liegen vergleichsweise nah beieinander.
Steiermark gewinnt bei ruhiger Seenlandschaft. Grundlsee und Altausseer See sind für mich weniger hektisch als viele prominente Seen Kärntens oder Salzburgs.
Vorarlberg bietet den stärksten Kontrast. An einem Tag kannst du vom Bodensee in eine hochalpine Bergseenlandschaft wechseln.
Niederösterreich eignet sich für Geheimtipps. Lunzer See und Ottensteiner Stausee sind interessant, wenn du den großen internationalen Seenorten ausweichen möchtest.
Burgenland ist einzigartig. Der Neusiedler See lässt sich mit keinem Alpensee sinnvoll vergleichen.
Wien gewinnt beim spontanen Baden. Mit der U-Bahn zum See und danach wieder direkt in die Innenstadt funktioniert sonst kaum irgendwo in Österreich.
Meine Top 10 der schönsten Seen Österreichs
Wenn Landschaft, Nutzbarkeit und Gesamterlebnis gleich stark gewichtet werden, würde ich aktuell so auswählen:
| Platz | See | Bundesland | Warum? |
| 1 | Wolfgangsee | Salzburg/OÖ | bestes Gesamtpaket |
| 2 | Achensee | Tirol | spektakuläre Bergkulisse |
| 3 | Weissensee | Kärnten | Natur und Baden |
| 4 | Attersee | Oberösterreich | Größe, Klarheit, Wassersport |
| 5 | Grundlsee | Steiermark | ruhige alpine Seenlandschaft |
| 6 | Wörthersee | Kärnten | bester klassischer Sommerurlaub |
| 7 | Lünersee | Vorarlberg | Hochgebirgspanorama |
| 8 | Hallstätter See | Oberösterreich | Landschaft und Kultur |
| 9 | Plansee | Tirol | natürliche, fast fjordartige Kulisse |
| 10 | Lunzer See | Niederösterreich | unterschätzter Natursee |
Der Spiegelsee fehlt in dieser Liste nur deshalb, weil er als kleiner Wandersee nur eingeschränkt mit großen Urlaubs- und Badeseen vergleichbar ist. Als reines Fotomotiv würde er bei mir dagegen sehr weit vorne liegen.
Welche Seen würde ich für eine Österreich-Seenreise kombinieren?
Wer wirklich mehrere der schönsten Seen Österreichs sehen möchte, sollte nicht versuchen, alle neun Bundesländer in wenigen Tagen abzuhaken.
Sinnvoller sind regionale Cluster.
Salzkammergut: beste Seen-Rundreise
Für eine erste Seenreise würde ich Wolfgangsee, Mondsee, Attersee, Traunsee und Hallstätter See kombinieren.
Die Fahrstrecken sind relativ kurz, trotzdem hat jeder See einen eigenen Charakter.
Dafür gibt es auf Blogofant bereits den detaillierten Vergleich Attersee, Mondsee und Traunsee.
Kärnten: beste Bade-Rundreise
Eine zweite starke Variante ist:
Wörthersee → Millstätter See → Weissensee
Damit bekommst du innerhalb einer Reise drei sehr unterschiedliche Seen und kannst den Schwerpunkt klar auf Schwimmen und Sommerurlaub legen.
Steiermark: beste ruhige Seen-Kombination
Grundlsee → Toplitzsee → Altausseer See
Diese Kombination funktioniert hervorragend als zwei- bis dreitägiger Aufenthalt im Ausseerland.
Wer anschließend noch einen echten Bergsee möchte, kann Richtung Schladming weiterfahren und den Spiegelsee auf der Reiteralm ergänzen.
Wann ist die beste Zeit für Österreichs Seen?
Juni
Für mich einer der besten Monate.
Die Landschaft ist intensiv grün, die Hauptferien haben noch nicht begonnen und die Tage sind lang. Höher gelegene Seen können allerdings noch ziemlich kalt sein.
Juli und August
Beste Zeit für klassischen Badeurlaub.
Kärnten, Burgenland und viele niedrigere Salzkammergutseen erreichen jetzt ihre angenehmsten Temperaturen. Gleichzeitig sind Unterkünfte, Parkplätze und Strandbäder am stärksten ausgelastet.
September
Mein persönlicher Favorit für eine Seenreise.
Das Wasser großer Seen besitzt häufig noch brauchbare Temperaturen, die Hauptferien sind vorbei und die Sicht in den Bergen kann hervorragend sein.
Für Achensee, Grundlsee, Wolfgangsee oder Attersee würde ich einen stabilen Septembertag vielen Hochsommertagen vorziehen.
Oktober
Ideal für Fotografie und Wandern, weniger für klassischen Badeurlaub.
Besonders Altausseer See, Grundlsee, Hallstätter See und die Tiroler Seen profitieren optisch von Herbstfarben.
Häufige Fehler bei der Auswahl eines Sees
Der bekannteste See ist nicht automatisch der beste.
Wer ausschließlich schwimmen möchte, braucht nicht zwingend Hallstatt. Wer spektakuläre Bergfotos will, ist am Achensee besser aufgehoben als an einem kleinen flachen Badesee.
Auch die Wassertemperatur sollte nicht unterschätzt werden. Tiroler und hochgelegene Seen können selbst an heißen Sommertagen deutlich kälter bleiben als Seen in Kärnten oder im Burgenland.
Ein weiterer Punkt ist der Zugang zum Wasser. Bei einigen großen Seen sind weite Uferabschnitte privat oder schwer erreichbar. Vor der Anreise sollte deshalb nicht nur der See, sondern der konkrete Badeplatz ausgewählt werden.
Und schließlich: Ein Bergsee ist nicht automatisch ein Badesee. Am Spiegelsee auf der Reiteralm beispielsweise soll zum Schutz des sensiblen Ökosystems nicht gebadet werden.
FAQ zu den schönsten Seen Österreichs
Was ist der größte See Österreichs?
Das hängt von der Definition ab. Bodensee und Neusiedler See sind größer, werden aber mit anderen Staaten geteilt. Der Attersee ist mit rund 46,2 km² der größte See, der vollständig innerhalb Österreichs liegt.
Was ist der tiefste See Österreichs?
Der Traunsee in Oberösterreich erreicht eine maximale Tiefe von rund 191 Metern und ist damit Österreichs tiefster See.
Was ist der größte See Tirols?
Der Achensee ist mit rund 6,8 km² der größte See Tirols. Er ist neun Kilometer lang und bis zu 133 Meter tief.
Welcher österreichische See ist am wärmsten?
Das schwankt je nach Wetter und Jahr. Besonders hohe Sommertemperaturen erreichen regelmäßig Seen in Kärnten sowie kleinere flache Badeseen. Der Wörthersee kann beispielsweise bis etwa 28 Grad erreichen.
Welcher See eignet sich am besten für einen Badeurlaub?
Für einen klassischen einwöchigen Badeurlaub würde ich Wörthersee, Weissensee, Millstätter See oder Wolfgangsee wählen.
Welcher See besitzt die schönste Bergkulisse?
Mein Favorit ist der Achensee. Dahinter folgen Lünersee, Plansee, Wolfgangsee und Hallstätter See.
Welcher See ist der schönste in der Steiermark?
Für einen längeren Aufenthalt der Grundlsee, für einen Spaziergang der Altausseer See und für Fotografie der Spiegelsee.
Welcher See ist der schönste in Kärnten?
Für Natur der Weissensee, für klassischen Urlaub der Wörthersee und für einen ruhigen Mittelweg der Millstätter See.
Gehört der Neusiedler See zu Niederösterreich?
Nein. Der österreichische Teil des Neusiedler Sees liegt im Burgenland. Der restliche See gehört zu Ungarn.
Liegt der Wienerwaldsee in Wien?
Nein. Trotz seines Namens liegt der Wienerwaldsee in Niederösterreich. Für Wien sind Alte Donau, Neue Donau und beispielsweise der Hirschstettener Teich die sinnvolleren Empfehlungen.
Wo kann man in Wien kostenlos in einem See baden?
Unter anderem an vielen Bereichen der Alten und Neuen Donau sowie an mehreren kleineren Naturbadeplätzen. Der Hirschstettener Teich ist ebenfalls kostenlos und rund um die Uhr zugänglich.
Fazit: Österreich hat nicht den einen schönsten See
Nach dem direkten Vergleich würde ich nicht mehr versuchen, einen objektiv schönsten See Österreichs zu bestimmen.
Für einen vollständigen Sommerurlaub würde ich den Wolfgangsee oder Weissensee wählen. Für die spektakulärste Bergkulisse den Achensee. Für klassischen Badeurlaub den Wörthersee. Für Wassersport den Attersee. Für Fotografie den Spiegelsee. Für einen ruhigen Natururlaub den Grundlsee oder Lunzer See.
Mein persönlicher Gesamtsieger bleibt der Wolfgangsee, weil kaum ein anderer österreichischer See so viele unterschiedliche Erlebnisse auf engem Raum verbindet: Schwimmen, Berge, historische Orte, Schifffahrt, Wandern und starke Aussichtspunkte.
Wer mehr als einen See besuchen kann, sollte allerdings gerade im Salzkammergut nicht bei einem einzigen bleiben. Attersee, Mondsee, Wolfgangsee, Traunsee und Hallstätter See liegen nah genug beieinander, um daraus eine der abwechslungsreichsten Rundreisen innerhalb Österreichs zu bauen.
Weitere passende Blogofant-Beiträge sind der ausführliche Vergleich von Attersee, Mondsee und Traunsee, der Guide zum Achensee, die vollständige Anleitung für den Spiegelsee auf der Reiteralm sowie die zentrale Übersicht zu Reisen in Österreich.
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