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Flex Preise – Energietarife die nur wenige kennen

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Posted in Ratgeber, Energie

Wie oft schauen sie sich die Preise ihres Energieanbieters an? Nie? Selten? Meisten wird sich mit dem Thema Stromrechnung erste beschäftigt, wenn die viel zu teure Rechnung ins Haus flattert – oder eine Information zu einer Preiserhöhung. Jetzt erst recht. Jetzt muss was getan werden und ein neuer Stromanbieter her. Doch dabei wirst du nun über eine neue Produktart stoßen: Flex Tarife. Doch was ist dies überhaupt? Kannst du durch Flex Tarife profitieren?

Die Stromrechnung

Beginnen wir aber lieber von vorne. Wechseln kannst du lediglich den Energieanbieter – da herrscht nämlich ein freier Markt. Daneben gibt es allerdings auch noch den Netzbetreiber sowie staatliche Gebühren und Steuern – etwa den Ökostromförderbeitrag. Die Preise des Netzbetreibers werden seitens der E-Control kontrolliert und du kannst jenen nicht wechseln. Das Netzgebiet legt also den Netzbetreiber fest. Der Netzbetreiber kümmert sich zudem nicht nur um die Netzrechnung, sondern auch um die Steuern und Abgaben (ausgenommen Umsatzsteuer, welche auf beiden Rechnungen anfällt).

Die unbemerkte Trennung zwischen Energieanbieter und Netzanbieter

Wer lange dabei ist, wird vielleicht von der Trennung zwischen Energielieferanten und Netzlieferanten nichts mitbekommen haben, weil die meisten Netzbetreiber nun ja auch Energielieferanten sind. Möglich macht dies auch den Vorteil, dass alles auf einer Rechnung abgerechnet werden kann. Hierbei geht der Energieanbieter in Vorleistung und zahlt an den Netzbetreiber, während der Kunde nur mehr an den Energieanbieter zahlt. Chaotisch ist hierbei allerdings, dass die Ablesungen vom Netzbetreiber eingehoben werden.

Flex Preise

Da nun die Gegebenheiten seitens Energieanbieter, Netzanbieter sowie Stromrechnung geklärt sind, kann mit dem eigentlichen Thema fortgefahren werden. Flex Tarife. Diese monatlichen Preise blieben fast gänzlich unbemerkt. Doch was sind Flex Tarife eigentlich? Flex Tarife sind monatlichen Preise, welche sich an den Börsenwert bzw. Börseneinkaufspreis mit einem Preisaufschlag orientieren. Das Zuckerl dabei: Viele Anbieter legen den Cap (also das Maximum) mit den klassischen Tarifen fest. Dies heißt de facto folgendes: Ist der Strom auf der Börse teurer, zahlt der Kunde nicht mehr als im bisherigen Tarif – ist er jedoch günstiger kann man so richtig sparen – im Sommer bis zu 50%, im Herbst und Frühling an die 25%, im Winter meist nichts. In Summe ergibt sich so je nach Verbrauch eine Ersparnis zwischen 20 und 30 Prozent – allerdings natürlich nur auf den Energiepreis plus Steuer. Davon unabhängig sind Netz- und sonstige rechtliche Abgaben. Für die gesamte Stromrechnung macht dies allerdings (bei Annahme von 30% Energiekosten und 30% Ersparnis) noch immer eine Reduktion von rund 10% aus.

Flex oder doch Fixpreise

Wie so immer heißt es schlussendlich immer nur: Wodurch spart man nun mehr? Durch Flextarife oder Fixpreis Tarife? Die Antwort ist: Es kommt drauf an, wie sich die Börsenpreise entwickeln. Sind die Flex Tarife mit einem Cap gedeckelt, so sind meist die Flex Tarife die bessere Wahl – entweder es ist günstiger oder zumindest nicht teurer als der Fixtarif. Besteht jedoch kein Cap, sollten die durchschnittlichen monatlichen Flex Preise berechnet werden. Oft notiert dabei der Preis um den Fixpreis, wobei Fixpreise oftmals noch mit einer Preisgarantie versehen sind. In diesem Fall ist der Fixpreis vorzuziehen. Beachte auch, dass nicht nur der Verbrauch, sondern auch die Grundgebühr zählt. Vor allem bei Doppeltarifzählern (Heizung, Wasser) kann eine Alternative oder genau das Gegenteilige sinnvoller sein.

Alternative Boni

Alternativ kann auch mit vielen Vorteilsmodellen gespart werden – dabei geht es nicht nur um Wechsler. Abbucherbonus und Online Rechnung bietet oft jährliche Vorteile. Oftmals sind auch teurere Tarife besser, wenn diese einen jährlichen Vorteil gewähren.

Neben den vielen undurchsichtigen Boni, welche nur durch Kombinationen oder durch eine gewisse Vertragslaufzeit gelten, gibt es auch einzelne Boni für bestimmte Gruppen. So gibt es seitens der Energieanbieter nun immer öfters die Möglichkeit von Studententarifen sowie gemeinschaftlichen Erzeugungsanlagen (auch unter dem Titel Mieterstrom bekannt). Hierbei kannst du nochmals richtig sparen, verzichtest allerdings auf andere Boni. Wichtig ist also eine gute Strategie, zu welchem Zeitpunkt du wechseln möchtest (bzw. kannst) und welche Angebote zu diesem Zeitpunkt auf dem Markt sind.

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