Ionische Inseln 2026: Korfu, Lefkada, Kefalonia und Co. im ehrlichen Vergleich

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Die Ionischen Inseln unterscheiden sich deutlich von den bekannteren Kykladen rund um Santorin und Mykonos. Statt karger Vulkanlandschaften und weiß getünchter Würfelhäuser dominieren im Westen Griechenlands Olivenhaine, Zypressen, bewaldete Berghänge, helle Kalksteinklippen und auffallend blaues Wasser.

Genau diese landschaftliche Ähnlichkeit macht die Auswahl allerdings schwierig. Auf Bildern wirken Korfu, Lefkada, Kefalonia und Zakynthos zunächst beinahe austauschbar. Vor Ort besitzen sie jedoch sehr unterschiedliche Charaktere.

Korfu verbindet Strände mit einer außergewöhnlich sehenswerten Stadt. Lefkada bietet die dramatischsten Straßen- und Strandpanoramen. Kefalonia ist die vielseitigste Insel für eine längere Rundreise. Paxos und Ithaka sind ruhiger, kleiner und stärker auf langsames Reisen ausgerichtet. Zakynthos verbindet spektakuläre Küsten mit intensivem Tourismus. Kythira gehört historisch zu den Ionischen Inseln, liegt aber weit entfernt von der übrigen Inselkette.

Die Ionischen Inseln befinden sich westlich des griechischen Festlands und gelten aufgrund höherer Niederschläge als besonders grün. Lange venezianische und später teilweise britische und französische Einflüsse prägen Architektur, Küche und Kultur stärker als auf vielen Inseln der Ägäis.

Welche Ionische Insel passt zu dir?

InselBesonders geeignet fürIdeale DauerMietwagenGrößter VorteilWichtigster Nachteil
KorfuKultur, Stadt, Strände, erster Griechenlandurlaub5–7 Tageteilweisegrößte Vielfalt aus Stadt und Landschaftim Sommer stark besucht
PaxosRuhe, Paare, kleine Häfen, Bootsfahrten3–5 Tagenicht zwingendentspannte Atmosphärekeine direkte Fluganreise
Lefkadaspektakuläre Strände, Roadtrip, Wassersport5–7 Tagesehr empfehlenswertohne Fähre erreichbarkurvige Wege zu den Weststränden
Ithakakleine Dörfer, Wandern, ruhiger Inselurlaub3–5 Tageempfehlenswertsehr wenig Massentourismusbegrenzte Auswahl an großen Stränden
KefaloniaRundreise, Natur, Strände, Dörfer7–10 Tagepraktisch notwendigausgewogenste Gesamtinselgroße Entfernungen
ZakynthosBootstouren, Schildkröten, Strände, Nachtleben5–7 Tageempfehlenswertspektakuläre Küstenlandschaftstarke touristische Gegensätze
KythiraRuhe, Wandern, authentische Dörfer5–7 Tagepraktisch notwendigabgelegen und eigenständigkaum sinnvoll mit den anderen Inseln kombinierbar

Meine klare Auswahl

Die vielseitigste Insel: Kefalonia
Die beste Insel für Kultur und Stadt: Korfu
Die eindrucksvollsten Strände: Lefkada
Die ruhigste Kombination: Kefalonia und Ithaka
Die beste kleine Insel: Paxos
Die stärksten Bootsausflüge: Zakynthos
Die ungewöhnlichste Wahl: Kythira

Mein persönlicher Favorit für einen ersten längeren Aufenthalt ist Kefalonia. Die Insel besitzt genügend unterschiedliche Landschaften und Orte für eine vollständige Rundreise, ohne dass jeder Tag aus einem reinen Strandprogramm besteht.

Welche Inseln gehören zu den Ionischen Inseln?

Traditionell spricht man von den Eptanisa, den sieben Inseln:

  1. Korfu
  2. Paxos
  3. Lefkada
  4. Ithaka
  5. Kefalonia
  6. Zakynthos
  7. Kythira

Hinzu kommen kleinere Inseln wie Antipaxos, Meganisi, Kalamos, Kastos sowie die Diapontischen Inseln nördlich von Korfu.

Die Aufzählung ist geografisch etwas irreführend. Korfu, Paxos, Lefkada, Ithaka, Kefalonia und Zakynthos bilden eine nachvollziehbare Kette entlang der Westküste Griechenlands. Kythira liegt dagegen weit südlich zwischen Peloponnes und Kreta und gehört verwaltungstechnisch zur Region Attika. Für eine Reiseplanung sollte Kythira deshalb als eigenständiges Ziel betrachtet werden.

Korfu: die beste Mischung aus Stadt, Kultur und Landschaft

Korfu eignet sich besonders für Reisende, denen eine reine Strandinsel zu wenig bietet. Die Inselhauptstadt besitzt eine der interessantesten Altstädte Griechenlands. Venezianische Festungen, französisch wirkende Arkaden, britische Einflüsse und enge Wohnstraßen erzeugen ein Stadtbild, das sich deutlich von den typischen weiß-blauen Orten der Ägäis unterscheidet.

Die Altstadt von Korfu gehört zum UNESCO-Welterbe. Neben den Festungen zählen Liston, Spianada, die Kirche des Heiligen Spyridon und die Gassen zwischen Alter und Neuer Festung zu den wichtigsten Zielen.

Außerhalb der Stadt verändert sich Korfu schnell. Paleokastritsa bietet mehrere von Felsen eingerahmte Buchten, im Nordwesten liegt die Doppelbucht Porto Timoni und im Inselinneren führen schmale Straßen durch Olivenhaine und Bergdörfer. Vom Pantokrator reicht der Blick bei klarer Sicht bis zum griechischen Festland und nach Albanien.

Mein persönliches Korfu-Highlight

Die stärkste Kombination besteht nicht aus einem einzelnen Strand, sondern aus einem frühen Rundgang durch Korfu-Stadt und einem anschließenden Ausflug an die Westküste. Dadurch zeigt die Insel innerhalb eines Tages ihre beiden wichtigsten Seiten: europäisch geprägte Stadtarchitektur und grüne Küstenlandschaft.

Wo sollte man auf Korfu wohnen?

Korfu-Stadt eignet sich für kurze Aufenthalte, Kultur und Ausflüge mit dem Bus.

Paleokastritsa ist landschaftlich besonders schön, im Sommer aber stark besucht.

Nordostküste passt zu ruhigen Buchten und gehobeneren Unterkünften.

Süden bietet längere Sandstrände, besitzt aber weniger historische Sehenswürdigkeiten.

Für einen detaillierten Rundgang stehen bereits passende Blogofant-Beiträge zur Verfügung:

Der ehrliche Nachteil

Korfu ist nicht die Insel für vollständige Abgeschiedenheit. Korfu-Stadt, Paleokastritsa, Sidari und mehrere Küstenorte können im Juli und August sehr voll werden. Wer Ruhe sucht, benötigt eine Unterkunft abseits der bekannten Ferienorte oder sollte im Mai, Juni, September oder frühen Oktober reisen.

Paxos und Antipaxos: klein, ruhig und ideal für Bootsfahrten

Paxos liegt südlich von Korfu und besitzt keinen eigenen Flughafen. Die Anreise erfolgt üblicherweise per Fähre oder Schnellboot. Hauptort und wichtigster Hafen ist Gaios. Lakka im Norden und Loggos an der Ostküste sind kleiner und ruhiger.

Die Insel ist von Olivenhainen geprägt. An der Ostküste liegen geschützte Buchten und kleine Hafenorte, während die Westküste felsiger und dramatischer wirkt. Die dortigen Meereshöhlen werden hauptsächlich im Rahmen von Bootstouren besucht.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Paxos und Antipaxos. Der bekannte Voutoumi Beach liegt auf Antipaxos. Die kleine Nachbarinsel wird meist als Tagesausflug von Gaios, Lakka oder Korfu besucht.

Mein persönliches Paxos-Highlight

Ein kleines Motorboot für einen Tag liefert auf Paxos mehr Mehrwert als eine klassische Inselrundfahrt im Auto. Damit lassen sich die Buchten der Ostküste, die Felsformationen im Westen und ein Abstecher nach Antipaxos flexibel kombinieren.

Für wen ist Paxos richtig?

Paxos passt zu Reisenden, die kleine Hafenorte, langsame Abende und überschaubare Entfernungen bevorzugen. Für Familien mit Bedarf an großen Hotelanlagen, umfangreichem Nachtleben oder ständig neuen Sehenswürdigkeiten ist die Insel weniger geeignet.

Drei bis fünf Nächte reichen normalerweise. Als Tagesausflug von Korfu sieht man zwar Gaios und Antipaxos, erlebt aber kaum die ruhige Abendstimmung, die den eigentlichen Reiz von Paxos ausmacht.

Lefkada: die spektakulärste Insel für einen Roadtrip

Lefkada besitzt einen entscheidenden Vorteil: Die Insel ist über eine bewegliche Brücke mit dem Festland verbunden. Ein Fährticket ist für die Anreise mit dem Auto nicht erforderlich. Der nahe Flughafen Aktion bei Preveza dient als wichtigster Flughafen für die Region.

Die berühmtesten Strände liegen an der Westküste. Porto Katsiki, Egremni, Kathisma und Milos Beach werden von hellen Felsen und intensiv blauem Wasser geprägt. Die Ostküste rund um Nidri ist geschützter, grüner und stärker auf Segler sowie Bootsausflüge ausgerichtet.

Lefkada-Stadt im Norden besitzt eine angenehme Altstadt, eine große Marina und eine Lagunenlandschaft. Agios Nikitas eignet sich als kleiner Standort an der Westküste. Vasiliki im Süden ist besonders bei Windsurfern und Seglern beliebt.

Mein persönliches Lefkada-Highlight

Nicht Porto Katsiki allein, sondern die Fahrt entlang der Westküste ist das eigentliche Erlebnis. Die Kombination aus hohen Klippen, wechselnden Aussichtspunkten und steilen Zufahrten vermittelt stärker als auf den anderen Ionischen Inseln das Gefühl eines klassischen Küsten-Roadtrips.

Der ehrliche Nachteil

Die schönsten Strände sind nicht automatisch die bequemsten. Zufahrtsstraßen sind teilweise schmal und kurvig, Parkplätze in der Hauptsaison begrenzt und manche Strände nur über längere Treppen oder per Boot erreichbar. Wind und Wellengang können an der offenen Westküste deutlich stärker sein als an der Ostseite.

Für Lefkada ist ein Mietwagen nahezu unverzichtbar. Eine Unterkunft ausschließlich in Nidri ist bequem für Bootsausflüge, aber nicht optimal, wenn der Schwerpunkt auf den bekannten Weststränden liegt.

Ithaka: ruhige Häfen statt großer Attraktionen

Ithaka ist eng mit Odysseus verbunden, sollte aber nicht wegen einzelner archäologischer Sehenswürdigkeiten gewählt werden. Der eigentliche Reiz liegt in der zerklüfteten Landschaft, den kleinen Kiesbuchten und den Hafenorten Vathy, Kioni und Frikes.

Vathy liegt geschützt in einer tiefen Bucht und eignet sich als Ausgangspunkt für den Süden. Kioni besitzt die stärkste klassische Hafenatmosphäre. Frikes ist kleiner und praktisch für Verbindungen Richtung Lefkada. Bergdörfer wie Exogi bieten weite Ausblicke über die Nordhälfte der Insel.

Mein persönliches Ithaka-Highlight

Der Norden rund um Kioni, Frikes und Exogi ist für mich interessanter als ein reines Abhaken vermeintlicher Odysseus-Schauplätze. Dort verbindet sich die mythologische Wahrnehmung der Insel mit einer Landschaft, die tatsächlich noch ruhig und wenig inszeniert wirkt.

Wie lange sollte man bleiben?

Drei Nächte sind das Minimum. Vier bis fünf Nächte erlauben einen langsamen Wechsel zwischen Vathy, Norddörfern, Wanderwegen und kleinen Buchten.

Ithaka lässt sich besonders sinnvoll mit Kefalonia kombinieren. Zwischen Sami auf Kefalonia und Pisaetos auf Ithaka werden kurze Fährverbindungen angeboten; die offizielle griechische Tourismusseite nennt für diese Route rund eine halbe Stunde Fahrzeit. Fahrplan und Saisonbetrieb müssen dennoch für den konkreten Reisetag geprüft werden.

Kefalonia: die vielseitigste Ionische Insel

Kefalonia ist die größte Ionische Insel und besitzt die stärkste Mischung aus Bergen, Höhlen, Stränden, Dörfern und kleinen Hafenorten. Die Insel ist groß genug für eine einwöchige Rundreise, ohne dass das Programm künstlich verlängert werden muss.

Zu den bekanntesten Orten gehören:

Myrtos Beach: eindrucksvolle Bucht unterhalb hoher Hänge.

Assos: kleiner Ort auf einer schmalen Landverbindung mit venezianischer Festung.

Fiskardo: gepflegter Hafenort im Norden mit älterem Gebäudebestand.

Melissani: teilweise eingestürzte Höhle mit unterirdischem See.

Drogarati: große Tropfsteinhöhle südlich von Sami.

Mount Ainos: höchster Berg der Ionischen Inseln mit einer Höhe von 1.628 Metern.

Argostoli: Inselhauptstadt und sinnvoller Standort für den Süden und Westen.

Mein persönliches Kefalonia-Highlight

Die Strecke von Myrtos über Assos nach Fiskardo ist die stärkste Tagesroute der gesamten Inselgruppe. Sie kombiniert den bekanntesten Aussichtspunkt Kefalonias, einen kleinen Küstenort und einen eleganten Hafen, ohne dass dafür eine organisierte Tour erforderlich ist.

Wo sollte man übernachten?

Für sieben bis zehn Tage ist eine Aufteilung sinnvoll:

Drei bis vier Nächte bei Argostoli oder Lassi: Süden, Flughafen, Strände und zentrale Versorgung.

Drei bis vier Nächte bei Sami, Agia Efimia oder Fiskardo: Höhlen, Ithaka-Fähre, Nordküste und Assos.

Nur eine Unterkunft zu buchen ist möglich, verursacht aber viele lange Rückfahrten. Die Straßen sind landschaftlich schön, verlaufen jedoch selten direkt.

Weitere Details enthält der interne Beitrag Kefalonia: Reiseführer, Strände und Sehenswürdigkeiten.

Der ehrliche Nachteil

Kefalonia wird häufig unterschätzt. Myrtos, Fiskardo und Melissani liegen nicht unmittelbar nebeneinander. Wer die gesamte Insel sehen möchte, verbringt mehr Zeit im Auto als auf Korfu oder Paxos. Ohne Mietwagen bleiben viele der interessantesten Orte schwer erreichbar.

Zakynthos: spektakuläre Küste mit starken Gegensätzen

Zakynthos besitzt zwei sehr unterschiedliche Seiten. Im Süden liegen flache Sandstrände, Ferienorte und die geschützten Lebensräume der Unechten Karettschildkröte. Der Westen und Norden werden von hohen Kalksteinklippen, Meereshöhlen und schwer zugänglichen Buchten geprägt.

Laganas steht für intensives Nachtleben. Kalamaki ist ruhiger, liegt aber ebenfalls an der großen südlichen Bucht. Vasilikos bietet mehrere Strände und eine entspanntere Atmosphäre. Keri eignet sich für Bootstouren zu den Keri Caves und den Mizithres-Felsen. Zakynthos-Stadt und der Aussichtspunkt Bochali liefern die kulturelle Ergänzung.

Wichtiger Hinweis zu Navagio 2026

Der bisherige Artikel behandelt die Schiffswrack-Bucht wie eine regulär zugängliche Sehenswürdigkeit. Das ist 2026 falsch.

Der Zugang zum Strand und das Schwimmen in der Bucht bleiben bis mindestens 31. Oktober 2026 verboten. Boote dürfen sich der Küstenlinie nicht näher als 50 Meter nähern. Der Blick von oben ist nur über den vorgesehenen Aussichtsbereich erlaubt, sofern die dortigen Sicherheitsmaßnahmen abgeschlossen sind.

Eine Bootstour sollte deshalb nicht mit einer Landung am Wrack beworben werden. Seriöse Anbieter müssen die jeweils gültigen Abstände und Sperrzonen beachten.

Mein persönliches Zakynthos-Highlight

Die Küste rund um Keri und Mizithres ist 2026 die bessere Wahl als eine Reiseplanung, die vollständig auf Navagio ausgerichtet ist. Dort lassen sich Felsformationen, Höhlen und Badestopps tatsächlich miteinander verbinden.

Der ehrliche Nachteil

Zakynthos leidet stärker als die übrigen Ionischen Inseln unter räumlich konzentriertem Massentourismus. Das bedeutet nicht, dass die gesamte Insel überlaufen ist. Zwischen Laganas, Vasilikos, Keri und den nördlichen Bergdörfern bestehen erhebliche Unterschiede. Die Wahl des Standorts entscheidet stärker als auf Kefalonia oder Lefkada über das Urlaubserlebnis.

Kythira: offiziell ionisch, praktisch eine eigene Reise

Kythira liegt südlich des Peloponnes an der Übergangszone zwischen Ionischem und Ägäischem Meer. Die Insel ist deshalb nicht sinnvoll in eine klassische Route von Korfu nach Zakynthos einzubauen.

Landschaftlich verbindet Kythira trockene, felsige Regionen mit grünen Tälern, Quellen, Wasserfällen und kleinen Stränden. Chora und die Festung bilden das historische Zentrum. Kapsali liegt direkt unterhalb der Hauptstadt am Meer. Avlemonas wirkt mit seinen kleinen Buchten und weißen Häusern fast kykladisch. Mylopotamos ist für traditionelle Architektur, Quellen und Wasserfälle bekannt.

Mein persönliches Kythira-Highlight

Die Verbindung aus Mylopotamos, verlassenen Siedlungen, Wanderwegen und kleinen Küstenorten macht Kythira interessanter als eine reine Strandinsel. Sie eignet sich für Reisende, die bewusst auf große Resorts und dichte touristische Infrastruktur verzichten.

Der ehrliche Nachteil

Kythira ist keine praktische Ergänzung zu Korfu, Lefkada oder Kefalonia. Die Insel sollte mit eigenem Flug oder einer passenden Festlandfähre als separate Reise geplant werden. Ein Mietwagen ist notwendig, da die Sehenswürdigkeiten weit verteilt liegen.

Inselhopping auf den Ionischen Inseln 2026

Inselhopping ist grundsätzlich möglich, aber komplizierter als auf den Kykladen. Es existiert kein ganzjähriges, eng getaktetes Netz, das alle Inseln zuverlässig mehrmals täglich verbindet.

Der veröffentlichte Fahrplan der Lefkada Palace bildet eine saisonale Nord-Süd-Verbindung:

Korfu → Paxos → Lefkada → Meganisi → Ithaka → Kefalonia → Zakynthos

In Gegenrichtung fährt das Schiff laut veröffentlichtem Plan an anderen Wochentagen. Gleichzeitig weist die Startseite des Betreibers derzeit ausdrücklich darauf hin, dass die Linie nicht in Betrieb ist. Eine Reise darf deshalb erst fest gebucht werden, wenn der konkrete Fahrtag tatsächlich buchbar und vom Betreiber bestätigt ist.

Sinnvolle Kombinationen

Korfu und Paxos

Dauer: 8 bis 12 Tage
Aufteilung: fünf bis sieben Nächte Korfu, drei bis vier Nächte Paxos

Diese Kombination ist unkompliziert, kontrastreich und für eine erste Reise besonders geeignet.

Kefalonia und Ithaka

Dauer: 10 bis 14 Tage
Aufteilung: sieben bis neun Nächte Kefalonia, drei bis fünf Nächte Ithaka

Das ist die beste Kombination für Landschaft, kleinere Orte und einen ruhigeren Reiseverlauf.

Lefkada und Kefalonia

Dauer: 10 bis 14 Tage
Aufteilung: fünf bis sieben Nächte pro Insel

Die Verbindung ist für Reisende mit Mietwagen interessant. Es muss allerdings geklärt werden, ob das Fahrzeug auf der gewählten Fähre mitgenommen werden darf und ob der Vermieter dies gestattet.

Zakynthos und Kefalonia

Diese Kombination ist saisonal möglich, aber stärker vom jeweiligen Fahrplan abhängig. Nicht jede veröffentlichte Verbindung verkehrt täglich oder während der gesamten Saison.

Alle Inseln in einer Reise

Eine vollständige Nord-Süd-Route klingt attraktiv, ist aber nur mit mindestens drei Wochen und bestätigten Fähren sinnvoll. Kythira gehört nicht in diese Route.

Für Reisende, die mehrere griechische Inseln ohne Fährplanung sehen möchten, ist eine Kreuzfahrt die einfachere Alternative. Dazu passt der interne Beitrag Kreuzfahrt durch die griechischen Inseln: Routen, Häfen und Ausflüge.

Anreise auf die Ionischen Inseln

Inseln mit eigenem Flughafen

Korfu, Kefalonia und Zakynthos besitzen internationale Flughäfen. In der Sommersaison bestehen zahlreiche Direkt- und Charterverbindungen aus europäischen Ländern. Die konkreten Flugtage ändern sich jährlich.

Kythira besitzt ebenfalls einen Flughafen, wird international aber deutlich seltener direkt angeflogen. Die übliche Verbindung führt über Athen.

Lefkada

Lefkada wird über den Flughafen Aktion bei Preveza erreicht. Von dort führt die Straße über die Brücke auf die Insel.

Paxos

Paxos wird üblicherweise über Korfu und anschließend per Fähre oder Schnellboot erreicht. Die griechische Tourismusseite nennt für die schnelle Verbindung von Korfu nach Gaios ungefähr 55 Minuten.

Ithaka

Ithaka besitzt keinen Flughafen. Die Anreise erfolgt über Kefalonia, Lefkada oder einen Hafen auf dem griechischen Festland.

Braucht man auf den Ionischen Inseln einen Mietwagen?

Korfu: für Korfu-Stadt nicht erforderlich, für eine Inselrundfahrt sinnvoll.

Paxos: Roller, kleines Auto oder Boot reichen; bei zentraler Unterkunft teilweise ohne Fahrzeug möglich.

Lefkada: sehr empfehlenswert.

Ithaka: empfehlenswert, besonders für Nord- und Bergdörfer.

Kefalonia: nahezu unverzichtbar.

Zakynthos: sinnvoll, sofern nicht ausschließlich ein Ferienort besucht wird.

Kythira: praktisch unverzichtbar.

Öffentliche Busse können einzelne Hauptorte und Strände verbinden, sind aber nicht auf jeder Insel für vollständige Rundreisen geeignet. Saisonale Fahrpläne sollten unmittelbar vor der Reise geprüft werden. Weitere Grundlagen stehen im Beitrag Busfahren auf griechischen Inseln: Fahrpläne, Tickets und Verbindungen.

Beste Reisezeit für die Ionischen Inseln

Mai und Juni

Die Landschaft ist besonders grün, die Tage sind lang und viele Orte noch nicht so stark besucht. Das Meer kann im Mai noch frisch sein.

Juli und August

In diesen Monaten bestehen die meisten Flug- und Fährverbindungen. Gleichzeitig sind Unterkünfte, Mietwagen und bekannte Strände stark ausgelastet. Bei Ausflügen zu Myrtos, Porto Katsiki oder Paleokastritsa ist ein früher Start entscheidend.

September

Für einen klassischen Bade- und Rundreiseurlaub ist der September häufig der beste Kompromiss. Das Meer ist warm, die größte Hauptsaison lässt nach und die touristische Infrastruktur ist weiterhin geöffnet.

Oktober

Anfang Oktober kann noch angenehm sein. Fähren, Strandlokale und saisonale Flugverbindungen werden jedoch zunehmend reduziert. Längere Regenphasen sind wahrscheinlicher als in der Ägäis.

Essen auf den Ionischen Inseln

Die Küche zeigt deutliche venezianische und regionale Einflüsse.

Auf Korfu gehören Pastitsada, Sofrito, Bourdeto, Kumquat-Produkte und die lokale Ingwerlimonade Tsitsibira zu den bekanntesten Spezialitäten.

Kefalonia ist für Robola-Wein, Käse, Fleischpasteten und Mandola-Süßigkeiten bekannt.

Lefkada besitzt mit luftgetrockneter Salami, Ladopita und lokalen Likören eigene Spezialitäten.

Auf Kythira gehören Honig, Olivenöl und Ladopaximada zu den typischen Produkten.

Mein Tipp: Nicht ausschließlich direkt an den bekannten Hafenpromenaden essen. In Bergdörfern und kleineren Seitengassen ist die Auswahl meist regionaler und die Atmosphäre weniger auf Tagesgäste ausgerichtet.

Welche Ionische Insel ist die schönste?

Eine objektiv schönste Insel gibt es nicht. Die Antwort hängt von der Reiseform ab.

Korfu ist die beste Wahl für einen vielseitigen ersten Besuch.

Lefkada besitzt die stärksten dramatischen Strandpanoramen.

Kefalonia bietet das vollständigste Gesamtpaket.

Paxos ist die beste kleine Insel für Ruhe und Bootsfahrten.

Ithaka eignet sich für langsames Reisen und kleine Hafenorte.

Zakynthos besitzt eindrucksvolle Küsten, erfordert aber eine sorgfältige Standortwahl.

Kythira ist die beste Wahl für Reisende, die bewusst eine abgelegene und wenig inszenierte Insel suchen.

Fazit: Nicht alle Ionischen Inseln in eine Reise pressen

Die Ionischen Inseln wirken auf der Karte wie eine zusammenhängende Inselkette. Für die Reiseplanung sind sie jedoch in mehrere sinnvolle Gruppen zu teilen.

Korfu und Paxos bilden eine unkomplizierte nördliche Kombination. Lefkada, Kefalonia und Ithaka eignen sich für eine abwechslungsreiche Reise in der Mitte des Ionischen Meeres. Zakynthos funktioniert sowohl eigenständig als auch saisonal zusammen mit Kefalonia. Kythira ist eine separate Reise.

Für sieben Tage sollte nur eine große Insel gewählt werden. Ab zehn Tagen lohnt sich eine Kombination aus zwei benachbarten Inseln. Eine vollständige Route von Korfu bis Zakynthos benötigt viel Zeit und verlässlich bestätigte Fähren.

Meine ausgewogenste Empfehlung bleibt Kefalonia mit einem kurzen Abstecher nach Ithaka. Wer mehr Architektur, Stadtleben und unkomplizierte Fluganreise sucht, ist mit Korfu besser beraten. Für die eindrucksvollsten Strandstraßen und Aussichtspunkte führt dagegen kaum ein Weg an Lefkada vorbei.

Weitere Inspirationen enthält die interne Übersicht Highlights auf den griechischen Inseln.

Häufige Fragen zu den Ionischen Inseln

Welche sind die sieben Ionischen Inseln?

Die sieben traditionellen Hauptinseln sind Korfu, Paxos, Lefkada, Ithaka, Kefalonia, Zakynthos und Kythira. Kythira liegt geografisch deutlich von den übrigen Inseln getrennt.

Welche Ionische Insel eignet sich für den ersten Urlaub?

Korfu eignet sich am besten für Reisende, die Stadt, Kultur, Strände und gute touristische Infrastruktur miteinander kombinieren möchten. Kefalonia ist die bessere Wahl für eine längere Rundreise mit Mietwagen.

Welche Ionische Insel hat die schönsten Strände?

Lefkada besitzt mit Porto Katsiki, Egremni und Kathisma besonders dramatische Strände. Kefalonia und Zakynthos bieten ebenfalls spektakuläre Buchten.

Kann man die Ionischen Inseln mit Fähren verbinden?

Ja, allerdings verkehren viele Verbindungen nur saisonal und nicht täglich. Fahrpläne müssen für den konkreten Reisetag kontrolliert werden.

Ist Navagio Beach 2026 geöffnet?

Nein. Das Betreten des Strandes und das Schwimmen in der Bucht sind bis mindestens 31. Oktober 2026 untersagt. Auch für Boote gelten Sicherheitsabstände.

Welche Ionische Insel ist am ruhigsten?

Paxos, Ithaka und Kythira gehören zu den ruhigeren Hauptinseln. Die tatsächliche Atmosphäre hängt stark von Reisezeit und Unterkunftsort ab.

Welche Ionische Insel ist ohne Fähre erreichbar?

Lefkada ist über eine Brücke mit dem griechischen Festland verbunden.

Wie lange sollte man auf den Ionischen Inseln bleiben?

Für Korfu, Lefkada oder Zakynthos sind fünf bis sieben Tage sinnvoll. Kefalonia verdient mindestens sieben Tage. Für Paxos oder Ithaka reichen meist drei bis fünf Tage.

Lassen sich Korfu und Kefalonia kombinieren?

Grundsätzlich ja. Die Verbindung ist jedoch weniger unkompliziert als Korfu–Paxos oder Kefalonia–Ithaka und hängt von saisonalen Fähren ab.

Benötigt man einen Mietwagen?

Auf Lefkada, Kefalonia, Zakynthos und Kythira ist ein Mietwagen sehr empfehlenswert. Korfu-Stadt und Paxos lassen sich teilweise ohne Auto erkunden.

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