New Public Management

New Public Management – Von Bürokratie ins New Public Management System

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New Public Management

Wir müssen uns anpassen. Geänderte Spielregeln. Industrialisierung und Globalisierung. Medien und Internet. Viel hat sich in letzter Zeit verändert. Auf alles muss neu reagiert werden. Der Planungshorizont sinkt von einige Jahren auf wenige Tage – wenn nicht sogar nur Stunden und Minuten. In anderen bereichen sind wir bereits im Sekunden und Millisekundenbereich. Immer erreichbar – immer verfügbar. Und deshalb passen wir uns an. Vor allem der Staat. Sparen muss er. Sparen sollte er. Wie eine private Firma. Ausgerichtet auf Gewinn. Unternehmen machen uns vor wie es geht. Wie reich oberste Etagen werden können (vielleicht durch Ausnützung unterer Etagen). Deshalb gibt es die Lösung für den Staat. Weg von Bürokratie und hin zu New Public Management.

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Privatisierungen haben es uns gezeigt, dass der Staat nicht wirtschaften kann. Auch heute noch nicht. Viele Aufsichts- und Vorstandetagen. Viel Geld ohne direkten Nutzen. Aber es muss einer da sein der verantwortlich ist. Verantwortlich? Eher ein Ansprechpartner. Ein Unterzeichner. Ein Machtsymbol. Will sich der Staat schließlich mit der Wirtschaft messen – was ihr könnt, kann der Staat schon lange. Dass ein Staat aber keine Firma ist, welche auf Gewinn aus ist, sollte dabei jedoch nicht vergessen werden. Klar, man könnte am Staat so einiges optimieren – sogar mehr als unoptimiert bleiben würde, aber trotzdem schafft man es am völlig falschem Hebel anzusetzen.

Pensionen sind sicher – zahlt ein, ihr werdet bekommen

Das Pensionssystem wird uns eingeredet. Heute zahlt ihr ein und morgen bekommt ihr raus. Ihr spart sozusagen. Wir legen das Geld gut für euch an und erwirtschaften eine Rendite. So war es eigentlich gedacht. Aber heute wird das Geld nicht angelegt um es für sich arbeiten zu lassen. Nein. Es wird direkt Pensionisten überwiesen. Das Geld ist de facto nicht mehr vorhanden. Wenn du später eines benötigst kannst du nur hoffen, dass genügend einzahlen. Werden genügend einzahlen? Wer weiß das schon.Arbeitet hart, verdient genug – dann habt Ihr etwas in der Pension. Dieser Satz ist in unseren Köpfen verankert. Und am Ende stehen bereits derzeit viele mit der Mindestpension da, und fragen sich im Nachhinein: Hätte ich nicht gearbeitet hätte ich gleich viel auf dem Konto? Oder vielleicht sogar mehr? Vielleicht hätte ich mir wo anders etwas sparen können z.B. bräuchte ich kein Auto um in die Firma zu kommen? Medikamentenkostenbefreiung? GIS Gebührenbefreiung? Usw? War ich ein Trottel? Geschufftet ins Burnout ohne irgendeinen Erfolg?

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Vielleicht stellt sich zukünftig die Frage auch nicht mehr, weil es kein Geld mehr geben wird. Dann hast du halt in ein riskantes Projekt investiert, welches pleite ging. Der Staat ist de facto ja Pleite. Schulden ohne Ende. Wer weiß schon so genau was passieren wird – es ändert sich ja laufend. 

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Customer Lifetime Value (CLV)

Kommen wir zum springenden Punkt: Die Customer Live Time Value (Kundenertragswert). Klingt gut, ist aber im Prinzip sehr unsozial. Der Wert des Kunden wird über die Lebenszeit berechnet. Wird der Kunde älter wird der Wert kleiner, weil er nicht mehr ein so langes Leben vor sich haben wird und weniger Umsatz erbringen wird, bis er schließlich fallen gelassen wird. So wie wahrscheinlich (bald) auch Pensionen. Das der Kundenertragswert in echt angewandt wird, lässt sich an Banken oder Online Shopping Imperien demonstrieren. Unter 18 Konten, Jugendkonten, Studentenkonten, Studentenmitgliedschaften und vieles mehr – oftmals sogar noch mit Goodies oder einem Betrag welcher überwiesen wird. Kostenlose Vorteile. Frühzeitig binden und auf Lebzeiten behalten. Doch übersehen viele, dass dies nur mit einer guten Strategie funktionieren wird, welche von A-Z in sich schlüssig ist. Da dies aber bei fast keinem Unternehmen der Fall ist, herrscht genau eines: Keine Kundenloyalität. Die gibt es fast nicht mehr.

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Der Kunde wechselt die Marken schneller als den Unternehmen lieb ist. Eine Planung über Jahre (Produkt-, Ressourcen- und Personalplanung) gibt es nicht mehr.  Der Kundenertragswert kann auch auf Freundschaften angewandt werden. Dahinter steckt eine Strategie vieler Menschen. Wenn Freunde einem nichts mehr “nützen”, werden sie fallen gelassen. Wenn der Erfolg da war und der Kunde gekauft hat, wird er/sie fallen gelassen. Dies ist vielen sogar im vorhinein bewusst wie zum Beispiel bei Versicherungsabschlüssen. Anderen auch nicht – wer weiß schon so genau die Menschheit denkt. Aber gefährlich ist dies, wenn es um Leben und Tod geht – und dies kann bei Pensionen (also Geld am Konto oder keines) durchaus der Fall sein. Vielleicht wäre Bürokratie doch die bessere Wahl? New Public Management muss jedenfalls darauf abzielen, Bürokratie abzubauen, anstelle sich mit globalen Unternehmen zu messen. 

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