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Banished – Ein PC Spiel der etwas anderen Art – Wie lange wirst du überleben?

Game Banished
Posted in Technik & Medien, Spiele

Banished ist ein Aufbau- und Strategiespiel der besonderen Art. Einfach in der Logik aber bereits sehr herausfordernd auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad. Wie in der echten Welt gibt es ein Volk, Ressourcen und eine Auswahl an Gebäuden. Doch jeder Fehler wird hart bestraft – wie auch im echten Leben.

Banished – wann stirbt dein Volk

Es beginnt in einem fernen ressourcenreichen Land zwischen Bergen, Wälder und Flüssen in einem Tal.Wenige Bürger, wenig Nahrung und der Winter steht knapp bevor – „Winter is coming“. Das simple Computerspiel „Banished“ zieht so ziemlich jeden in seinem Bann. Es erlaubt keinen (logischen) Fehler – nicht einen und nicht den geringsten. Ansonsten nimmt das Spiel früher oder später einen bösen Ausgang.

Aller Anfang ist schwer – und so werden neue Spieler das Spiel ziemlich schnell öfters neu starten müssen. Geht im Winter das Feuerholz aus, werden die Bewohner erfrieren. Eine Liste zeigt die Verstorbenen und das Infofenster zählt den Bevölkerungsstand rasant null entgegen. Gehen andererseits die Rohstoffe (etwa Holz) aus, können weder warme Häuser gebaut noch Feuerholz erzeugt werden. Es passiert exakt das selber. Die Bewohner neigen sich dich Ende zu. Keine Nachfahren und jeder Versuch noch einzuschreiten wird scheitern. Es ist bereits zu spät. Wer nicht vorsorgt, wird dieses Spiel nicht schaffen.

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Der erste Winter ist überstanden

Der erste Winter wurde überlebt? Großartig. Aber zum ausruhen ist keine Zeit – der nächste Winter kommt. Und falls kein Winter kommt, wirbeln Katastrophen Konzepte durcheinander. Geht im Sommer die Nahrung aus, wird kein Bewohner mehr verfügbar für die Ernte im Herbst sein. Zusehen wie das Korn am Feld wächst und schließlich verwelkt, während die Bürger sterben. Ohne gutes Werkzeug wird nur halb so viel produziert. Ungelernte Arbeiter sind ebenso wenig produktiver – Studenten kosten allerdings wichtige Ressourcen (Nahrung und Wohnung) ohne Arbeitsleistung. Und eine geringe Bevölkerungsanzahl bedeutet wenige belegbare Arbeitsplätze. Nicht ausreichend belegte Arbeitsplätze bedeuten natürlich viel weniger verfügbare Ressourcen. Mit wenigen Ressourcen kann allerdings kaum etwas gebaut werden.

Wenn auch vieles nicht zum Erfolg führt

Doch auch viele Arbeitskräfte können zum Tot führen. Es wird zu viel Nahrung verbraucht – mehr als die Nahrungslagerhäuser über Winter speichern können. Es wird viel zu viel Werkzeug verbraucht und Häuser müssen nur so aus den Boden sprießen. Dies bedeutet allerdings wieder mehr Feuerholz, sodass ein zu schneller Bevölkerungsanstieg das gesamte Spiel aus dem Ruder bringt. Meist geht eine Ressource aus und die Bewohner sterben – entweder durch Nahrungsmangel oder durch den kalten Winter.

Ein Teufelskreislauf, der an die Geburten und Sterberate angepasst werden muss – denn wenn die Bevölkerung überaltet, ist das Spiel ebenso bald vorbei. Es gibt keine Kinder – somit wird die Bevölkerung mit dem letzten Greis aussterben.

Und wenn das Spiel läuft? Strategieanwendung!

Zahlreiche Gebäude, wofür am Anfang die Ressourcen fehlen, können im Laufe des Spiels gebaut werden. Weiters erschöpfen allerdings Mienen und Steinbrüche und es bleibt unbenützbares Land zurück. Teilweise sehr großflächig Land an strategisch guten und wichtigen Punkten. Weitere Spannung entwickelt sich durch zahlreiche Katastrophen, welche Krankheiten von Tieren, Dürren auf Feldern und gesundheitliche Probleme der Bevölkerung betreffen. Manche Winter sind auch besonders hart und kommen früher als üblich. Dies bedeutet, dass die Nahrung für dieses Jahr ausfällt. Nomaden kommen und Sie stehen vor der Auswahl zwischen mehr Arbeitsleistung für mehr Ressourcen oder den Verzicht. Der Handel bringt neue Pflanzen, Tiere und Früchte, welche die Bevölkerung ernähren können. Doch sich nur auf den Handel verlassen, kann ein gefährliches Spiel werden. Und so wird ihre Bevölkerung immer wieder sterben – das Spiel ist härter als Sie?!

Praktische Tipps

Hier habe ich ein paar Tipps für Banished zusammengefasst, um den Spieleinstieg so einfach wie möglich zu machen. Doch auch wenn das Spiel bereits läuft, gibt es hier einige Hinweise.

Der Beginn

Am Anfang ist scheitern bei diesem Spiel selbstverständlich. Die Funktionen müssen entdeckt werden und die Zeitabläufe erlernt. Auch sollte die Logik einmal durchschaut werden. Also lassen dich von einem anfänglichen Scheitern  nicht beunruhigen oder demotivieren – du wirst das Spiel auch noch besiegen. Zumindest ein paar Jahre lang. Einen klassischen Spielsieg gibt es nämlich nicht.

Anfangs sollten die Ressourcen rund um die Stadt abgebaut werden um genügend Ressourcen für den Winter zu lagern. Zudem solltest du dich auf die Nahrungskette konzentrieren. Einfache Holzhütten sind für den Beginn besser als ressourcenteure Steinhütten. Relativ schnell sollte auch eine Tierezucht gebaut werden, um Kleidung herzustellen und Nahrungsmittel über das ganze Jahr verteilt bereitzustellen.

Geschwindigkeitsstufe

Auch wenn Banished verschiedene Geschwindigkeitsstufen anbietet, sollte immer nur normal ausgewählt werden. Es gibt so viel ständig im Auge zu behalten, dass es ansonsten zu spät ist. Die Nahrungs- und Werkzeugvorräte, die Geburtenstatistik, das Feuerholz und die Arbeitskräfte müssen ständig im Auge behalten werden. Zudem noch der Handel, Eisen, Holz und Stein. Immer wieder müssen auch die Mienen und Steinbrüche auf Ressourcen überprüft werden, neue Standorte für Laer um überfüllte Lagerhäuser zu entlasten und der Bevölkerung einen weiten Weg ersparen. Und zudem sollten auch noch gebaut werden – dies ist doch auch der Sinn des Spiels.

Werkzeuge

Die wichtigste Anzeige meiner Meinung ist Werkzeug (und Nahrung). Solltet ihr einmal kein Werkzeug mehr im Lager haben oder die Werkzeuglager zu weit entfernt sein, geht so ziemlich alles den Bach hinunter. Bevor ihr noch reagieren könnt, braucht der Abbau von Ressourcen wie Eisen und Holz, welches für Werkzeug benötigt wird, sehr lange. Die Menschen rennen verzweifelt quer durch die Spielwelt um noch ein Werkzeug zu erlangen und vergessen dabei auf die Bewirtschaftung der Felder oder Co. Werkzeuge sollten – sofern angeboten – bei jedem Handel erworben werden und nie verkauft werden. Für die Verteilung kann auch ein Markt sinnvoll sein – z.B. falls die Werkzeugproduktion weit entfernt liegt.

Handel

Der Handel kann dir viele wichtige Ressourcen bringen – zum Beispiel gegen Nahrung (einfachste Variante – allerdings auch Kleidung ist sehr leicht herstellbar und handelbar). Aber verlasse dich nie auf den Handel, denn du weißt weder wann das nächste Boot kommt noch was es geladen hat.

Pioniere

Es sollten immer ein paar Arbeiter freigelassen (keine Jobzuweisung / Pioniere) werden – in aller Regel 10%. Dnies ist nötig, um die Stellen von Verstorbenen zu besetzten – ansonsten bleiben Stellen teilweise leer. Zudem bauen Pioniere Ressourcen ab oder tragen die erschaffenen Ressourcen in die Lagerräume. Je mehr Pioniere du dir leisten kannst, umso effizienter ist das Spiel.

Landschaftsplanung

Es sollte von Beginn an geplant werden, wo Städte entstehen bzw. die Hauptstadt und welche Gebiete sich für Produktion eignen. Grundsätzlich gilt, je näher bei einem Dorf umso besser – allerdings kann das Dorf dann nicht mehr erweitert werden. Andererseits ergeben sich lange Anreisen für entfernte Bewohner, sodass ein Mittelweg gefunden werden muss. Wichtig ist vor allem große Farmen und Viehzuchten zu bauen, da sie in der Regel viel effizienter sind. Auch Steinbrüche und Minen sollten geplant werden, da sie nachdem die Ressourcen erschöpft sind nicht mehr entfernt werden können.

Nahrung

Nahrungsquellen sollten im PC Spiel Banished weitläufig gestreut werden – auf Bäume, Farmen und Tiere. Die Bäume werden regelmäßig ausgetauscht und brauchen Zeit zum regenerieren. Fische gibt es das ganze Jahr zur Überbrückung. Auch Tiere können das ganze Jahr geopfert werden und bringen Kleidung und Nahrung. Farmen produzieren zwar sehr viel – allerdings gibt es (wie auch bei Tieren) oftmals Katastrophen. Deshalb ist es besonders bei Tieren wichtig, mehrere Zuchten nicht nebeneinander zu haben, um notfalls noch die Tierart zu besitzen.