Menu Close

Djúpivogur – das ruhige Fischerdorf an Islands Ostküste

Posted in Island, Reisen

Djúpivogur gilt als ruhiges Fischerdorf an der Ostküste von Island, einer der dünn besiedelten Regionen der Insel. Die Geschichte des Handels geht allerdings aufgrund seiner geringen Entfernung zu andern Ländern bereits in das 16 Jahrhundert zurück. Insgesamt leben in dem Ort mit den bunten Holzhäusern knapp 400 Einwohner und die Haupterwerbszweige sind der Fischfang als auch der Tourismus. Im Westen befindet sich der größte Gletscher Europas, der Vatnajokull.

Der Ort hat einige kleine Cafés, Museen als auch lokale Kunsthandwerke. Schön ist es vor allem im kleinen und idyllischen Hafen, wo die Ruhe Islands erlebt werden kann. Bekannt ist der Ort ebenso für das Vogelschutzgebiet Búlandsnes in Djúpivogur.

Sechs Kilometer nördlich von der Ortschaft Djúpivogur liegt das Wahrzeichen, der pyramidenförmige Berg Búlandstindur mit einer Höhe von knapp 1070 Metern. Oftmals ist dieser aber im dichten Neben gehüllt und deshalb nur schwer fotografierbar.

Sehenswürdigkeiten in Djúpivogur und nähererer Umgebung

Die Sehenswürdigkeiten in der Region sind eher unspektakulär oder zu weit vom Hafen entfernt. Trotzdem gibt es einiges zu Besichtigen:

  • Langabud, ein Blockhaus in welchem sich das örtliche Volkskundemuseum befindet
  • Eggin i Gledivik, die Steineier in der fröhlichen Gleðivík Bucht (Merry Bay) – 34 riesige Graniteier sollen Vogeleier der niestenten Zugvögel darstellen
  • Papey Island, Heimat von tausenden von Seevögeln und bunter Papageientaucher

Langabúð

Das Kulturzentrum von Djúpivogur ist ein wunderschönes rot gestrichenes Holzhaus namens Langabud. Es ist ebenso auch das älteste Haus in dem gesamten Ort und beherbergt einige Holzschnitzereien. Es gilt in Island als eines der ältesten Handelsgeschäfte und beherbergt außerdem ein Museum mit Steinen, Mineralien, Skulpturen und vielen weiteren Sehenswürdigkeiten der isländischen Landschaft.

Eggin i Gledivik

Ein Außenkunstwerk des Künstlers Sigurður Guðmundsson bestehend aus 34 riesigen Graniteiern. Der Name des Kunstwerkes lautet Eggin i Gledivik, was so viel wie Eier in der fröhlichen Bucht bedeutet. Die Eier sollen Vogeleier der nistenden Zugvögel in der Region darstellen. Die Eier besitzen annähernd die gleiche Form und Größe, sind allerdings exakte Nachbildung von Nuance und Farben von Vogeleiern. Eines der Kunstwerke ist allerdings deutlich größer als die Anderen. Bis heute gilt das Kunstwerk als Hauptattraktion in dem Ort. Kleine Abgüsse davon können auch als Souvenir im Ort gekauft werden und sind ein beliebtes Geschenk und Mitbringsel.

Die Säulen des Kunstwerkes waren früher die Stützen eines Bandes, welches von den Anlandezonen der Fischer und Fischboote direkt in die Fischfabrik führte.

Vogelinsel Papey

Im Sommer bieten lokale Fischer auch tägliche Bootstouren zur Insel Papey (Mönchsinsel), welche nach irischen Mönchen benannt ist. Durch die natürliche und unberührte Natur, können die Vögel hier in Ruhe Nisten. Neben den Papageientaucher befinden sich auf der Insel auch oftmals Robben. Highlight ist außerdem die kleinste Holzkirche von Island.

Sichtrad auf dem Bóndavarða

Auf dem kleinen Hügel Bóndavarða in der Nähe des Hafens befindet sich eine Sichtscheibe, welche die Umrisse und Namen der umliegenden Berge zeigt. Von oben hat man außerdem einen guten Überblick über das kleine idyllische Dorf.

Sehenswürdigkeiten außerhalb von Djupivogur

Nachfolgend findest du die beliebtesten Sehenswürdigkeiten, welche sich außerhalb von Djúpivogur befinden. Viele davon erreichst du bei der Hinfahrt oder Weiterfahrt von bzw. nach Djúpivogur. Beachte, dass es sich hierbei meist um Tagesausflüge handelt, sofern das kleine Dorf der Ausgangsort und Zielort ist.

  • Gletscher Vatnajokull, herrliche Landschaft im Südosten Islands am Fuße des größten Gletscher von Europas
  • Gletscherlagune Vatnajokull / Gletscherlagune Fjallsarlon, Bootsfahrt durch die Eisberge des größten Gletschers von Europa mit Eisbergen jeglicher Form und Größe
  • Wasserfall Sveinsstekksfoss / Nykurhylsfoss: ein schöner Wasserfall, welcher noch nicht touristisch erobert ist mit einer Fallhöhe von 15 Meter
  • Leuchtturm Aeoarstein

Gletscher Vatnajokull und Gletschersee Fjallsárlón

Der Gletscher ist nicht nur der größte von Island, sondern auch der größte von Europa. Dabei handelt es sich um einen Plateaugletscher im Süden von Island mit einer Fläche von rund 8100 Quadratkilometer. Fjallsárlón ist ein Gletschersee am südlichen Ende des Gletschers. An diesem herrlichen Eissee ist es möglich mit dem Boot durch die treibenden Eisberge zu fahren und die schöne Landschaft zu genießen.

Kreuzfahrt nach Djupivogur

Lediglich wenige Kreuzfahrtschiffe laufen den Hafen Djupivogur in Island an, da er kein Terminal für Schiffe besitzt. Die Gegend ist rau, geprägt von Gletschern und am dünnsten besiedelt. Außerdem sind die Möglichkeiten an Exkursionen stark eingeschränkt. Dies dürfte auch der Grund sein, weshalb meist lediglich 10 bis 20 Schiffe pro Jahr halten – und meist vor dem Ort ankern. Die maximale Größe für Schiffe beträgt lediglich 75 Meter bei einem Tiefgang von 9 Metern. Karten vom Ort und der Region werden meist am Pier ausgegeben.

Der Hafen wird oftmals für Exkursionen an den Vatnajökull Gletscher genutzt, obwohl jener mindestens eine Autofahrt zwischen 3 und 4 Stunden (one-way) entfernt ist. Die meiste Zeit ist also reine Fahrtzeit, wodurch nur lange Aufenthalten in dem Hafen für den Gletscher genutzt werden können. Neben der Besichtigung des Gletschers wird oftmals auch eine Fahrt in der Gletscherlagune angeboten.

Bei kürzeren Aufenthalten werden meist nur Exkursionen nach Höfn angeboten, einem Ort am Rande des Gletschers. Mit einer Fahrzeit von 6-7 Stunden und einem dortigen Aufenthalt von einer Stunde allerdings eher ein unbeliebter Trip.

Weitere isländische Beiträge

In dieser Sektion findest du weitere Beiträge über die landschaftlich einzigartige Insel Island.

  • Reykjavík – die Hauptstadt von Island
    Mit 130.000 Einwohnern gilt Reykjavik zu den kleineren Hauptstädten Europas. Sie gilt allerdings aufgrund ihre geografischen Position als nördlichste Hauptstadt weltweit. In letzter Zeit hat der Tourismus in Island – und damit auch in der Hauptstadt – äußerst stark zugenommen. Neben dem Tourismus sind die Haupteinnahmequellen der Fischereisektor, Dienstleistungen sowie die Hightech Industrie. Top Sehenswürdigkeiten…
  • Djúpivogur auf eigene Faust erkunden
    Djúpivogur gilt als ein ruhiges verträumtes Fischerdorf an der Ostküste von Island, welches vor allem bei Vogelbeobachtern beliebt ist. Die Ostküste nahe dem Gletscher gehört ebenso wie die Westfjords zu einer der dünnst besiedelten Regionen von Island. Knapp 400 Einwohner leben in dem beschaulichen Dorf, welches mit Fischfang und etwas Tourismus den Lebensunterhalt bestreitet. Highlights…
  • Ísafjörður auf eigene Faust erkunden
    Mit knapp 3000 Einwohnern ist das Dorf Ísafjörður in Island bereits die Hauptstadt der gesamten Region der Westfjorde. Gemeinsam hat man insgesamt knapp 7500 Einwohner. Gelegen ist der schöne Ort inmitten der Fjordlandschaft, umgeben von malerischen Bergen auf einer schmalen Sandbank gelegen. Die Haupteinnahmequelle bilden heute der Tourismus sowie der etwas abgeschwächte Fischfang. Wenn du…
  • Ísafjörður – die Perle Islands
    Ísafjörður gilt als kleine Gemeinde mit knapp 3000 Einwohner und liegt im Nordwesten von Island mitten in der wunderschönen Fjordlandschaft der Westfjorde von Island. Die Gemeinde gilt dabei sogar als größte in dieser Westregion des Inselstaats, mit lediglich 7500 Einwohnern im gesamten Gebiet. Ísafjörður liegt dabei im Fjord Skutulsfjörður und wird durch steile Berge (dem…
  • Djúpivogur – das ruhige Fischerdorf an Islands Ostküste
    Djúpivogur gilt als ruhiges Fischerdorf an der Ostküste von Island, einer der dünn besiedelten Regionen der Insel. Die Geschichte des Handels geht allerdings aufgrund seiner geringen Entfernung zu andern Ländern bereits in das 16 Jahrhundert zurück. Insgesamt leben in dem Ort mit den bunten Holzhäusern knapp 400 Einwohner und die Haupterwerbszweige sind der Fischfang als…

Related Posts

2 Comments

  1. Pingback:Djúpivogur auf eigene Faust erkunden - Blogofant - Elefantisch gut!

  2. Pingback:Explore Djúpivogur on your own - Blogofant - Elefantisch gut!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.